Donnerstag, 26. Februar 2015

Streckenlängen, Kleingärtner und grüne Wiese. Bunt gemischt.

Ein paar interessante Tage liegen hinter uns. Na ja, genauso, wie sie üblicherweise vor uns liegen. Also nichts Besonderes. 

Jeden Tag bin ich jetzt mit der App unterwegs, mal gucken, wie lange ich das insgesamt durchhalte. Aber tadaaaa, nun sind in 1 1/2 Wochen schon über 70 Kilometer zusammen gekommen, die ich mit den Hunden gelaufen bin. Das ist doch schon mal was! Ein paar Impressionen von den Touren findet ihr hier auf den Bildern.


Ich bin schneller als der Zug!

Was gab es noch? Nachdem ich es zwei Tage habe sacken lassen, habe ich mir die Bewertungen vom Wettbewerb ausgedruckt und werde sie als konstruktive Grundlage nehmen. Letztlich bekommt man sie ja genau dafür, das man Stärken und Schwächen aufgezeigt bekommt und daran arbeiten kann. Eigentlich gut, das ich in den letzten Jahren einige Negativbeispiele erlebt habe, wie man es nicht machen sollte. Auch wenn man(n) sich für absolut unfehlbar und grandios hält. 

Dann gab es die Stadtverordnetenversammlung am Montag. Die Kleingärtner gehen wegen der Zweitwohnungssteuer auf die Barrikaden und es gab ein paar gute Erklärungen, was eigentlich angerichtet wird, wenn Kleingärtner für ihre Häuschen eine Zweitwohnungssteuer blechen müssen. So ist im Kleingartenbereich hinten an der Mesche ein Großteil der Leute ALG 2-Empfänger. Sie bezahlen für ihre Parzelle nichts oder kaum etwas an Pacht. Das bedeutet aber nicht, das sie gar nichts bezahlen, denn z. B. die normale Grundsteuer, Strom und Wasser fallen ja trotzdem an und müssen vom Regelsatz abgezweigt werden, genau wie alles Andere, was zum Bewirtschaften einer Parzelle gehört. 

Am Baum die Markierung für den E 10 (letzter Blogbeitrag)
 
Nun soll die Zweitwohnungssteuer rückwirkend für zwei Jahre gelten und die Stadt hat Erhebungsbögen herausgeschickt um zu erfassen, wer überhaupt blechen muss und wer nicht. Deshalb haben viele Kleingärtner Angst, das Kosten auf sie zukommen, die sie schlichtweg nicht tragen können und kündigen ihre Parzelle, mitunter auch Leute, die jahrzehntelang eine Parzelle hatten, weil sie einfach ANGST haben. Nun kam am Montag von der Stadt die Aussage: "Na ja, wir haben ja erst einmal Bögen herausgeschickt um zu schauen, wer ÜBERHAUPT bezahlen MUSS!" und das sowieso im Winter einige Kündigungen anfallen würden. Das wäre völlig normal und man soll bitte nicht den Teufel an die Wand malen.

Nur... wer ohnehin schon Angst hat, das rückwirkend gerechnet Kosten von mehreren hundert Euro auf ihn zukommen, die er einfach nicht tragen kann - wenn so jemand erst den Erhebungsbogen abwartet OB er blechen muss und sich dann herausstellt - ja, er ist verpflichtet zu zahlen - dann muss er rückwirkend zahlen. Ob er die Parzelle kündigt oder nicht ist dann völlig egal. Die Stadt weiß, er hat die Parzelle und selbst wenn er sie zeitnah kündigt ist er schlichtweg am Arsch und kann zur Kasse gebeten werden. 

Aber /Ironiemodus an/ es ist ja ganz praktisch so längerfristig gesehen, wenn Kleingartensparten nach und nach immer mehr Leerstand haben. Denn dort liegt schon Wasser, dort liegt Strom, es gibt Wege... perfekte Baugebiete für Häuslebauer! /Ironiemodus off/

Kindergräberfeld auf dem Friedhof

Wobei ich eigentlich wegen eines ganz anderen Tagesordnungspunktes in der Versammlung war, nämlich dem ursprünglichen Punkt 9, dem Bebauungsplan am REIZ. Der wurde deshalb besonders interessant für mich, weil am Vormittag eine sehr interessante Facebookdiskussion gestartet war, in der es um "Was hättet ihr gerne noch an Läden in Neuruppin?" ging. Also habe ich in die SVV eingeladen, es kamen als erstes Absagen, warum man leider nicht kommen könnte. Aber... ich habe für mich beschlossen, "einfach" (hahahahaha... pffft von wegen einfach) mal aufzuzeigen, was alles notwendig ist, damit aus einer grünen Wiese z. B. ein H & M wird. 

Nehmen wir einfach mal diese hier ;-) die wir gestern auf unserer Hunderunde fotografiert haben:


Spannendes Thema - und es steckt viel, viel mehr dahinter als die Meisten ahnen. Zum Beispiel das Einzelhandelskonzept von Neuruppin. Das hat übrigens in der Urfassung rund 150 Seiten. Dann ein ganzer Haufen Beschlussvorlagen, die bei 2005 anfangen, wie solche Ketten eigentlich Kaufkraft und Einzugsgebiete berechnen und so weiter und so fort. Von daher... es wird einige Zeit dauern bis ich daraus alles das gelernt habe, was notwendig ist, damit der Acker da oben z. B. ein H & M werden kann. ABER... es ist ja nicht so, das es mir nicht irgendwo auch Spaß machen würde. 


* grübel * irgendwie macht mir wahrscheinlich viel zu viel Spaß * grübel * 

Erfreut war ich gestern über Joey. Denn wir haben dort einen anderen Hund getroffen und letztlich haben alle drei Hunde absolut toll miteinander gespielt! Das war wirklich großartig, das sah vor einiger Zeit ja noch ein bisschen anders aus. An der Leine macht Joey immer gerne mal Theater bei anderen Hunden, was aber auch schon viel besser geworden ist (Ausnahmen sind Französische Bulldoggen und nach wie vor die Beagle vom Antiquariat). Von der Leine ab ist er aber meistens eher ängstlich und scheu. Spielen? Boah, bloß nicht! Das war gestern dann so total anders und es hat echt viel Spaß gemacht, den Hunden zuzuschauen. Das zu filmen wäre sicherlich ein Lehrstück für viele Leute gewesen, denn "Zähneklappern" kann mein großer Hund genau so wunderbar wie...  ein Bullterrier. Der schien wiederum ein bisschen überrascht, das ein anderer großer Hund es genauso beherrscht. Sieht immer irgendwie böse aus, ist aber ein typisches Hundespiel. 

Ach so und ich wünsche der Touristinformation Bürgerbahnhof ganz viel Spaß (auch wenn es bestimmt super anstrengend wird) auf der Internationalen Tourismus Börse (oder für was auch immer das B steht), wo sie unsere Stadt vorstellt!





















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Vielen Dank für den Kommentar. Er wird nicht sofort zu sehen sein, weil ich erst noch schauen möchte, ob es tatsächlich ein Kommentar ist oder ob es Werbung aus Nigeria und Co ist.