Da es Joey wieder gut geht, spanne ich ihn wieder an. Die ersten Runden waren recht kurz und ich habe das Sparta-Rad genommen und ihn am Bauchgurt eingeklinkt.
Dann gab es vorgestern eine etwas längere Runde, meistens entstehen die Strecken ja beim fahren. So auch in dem Fall. Sie ist 11,2 km lang und wir haben recht viel Wegstrecke, die Joey auf hundefreundlichem Untergrund laufen könnte. Wenn er denn auf Sand, Erde oder Grasstreifen laufen würde. Macht er meistens nicht, wenn es als Alternative Steine, Beton oder Asphalt gibt.
Das Sparte hat jetzt ein endgültig demoliertes vorderes Schutzblech, weil er z. B. eine Vollbremsung hingelegt hat, als wir beim abgerissenen ALDI vorbeigekommen sind. Da war ein Bagger mit Presslufthammer und er musste natürlich gucken wie so ein kleines Kind. Baustelle, Bagger gucken! Toll!
Er hat sich dann noch mehrfach verheddert, was halt passiert, wenn wir ohne Bikeantenne fahren und damit haben sich die Streben vom Schutzblech verabschiedet. Was noch lustig war: "Joey, los, hopp..." und Joey zieht an. Nur das ich ihn ja am Bauchgurt eingeklinkt hatte und fast über den Lenker gezogen worden bin. Gut, das er nur 20 kg wiegt. Beim Leonberger hätte ich segeln gelernt.
Wir sind über Brasch-Platz, Landgericht, Trenckmannstraße/Wasserwerk, Stille Pauline dann zum Kreisel an der Fehrbelliner Straße gefahren. Dann über den Skaterplatz und an der Klinik vorbei zum Gutspark und vor dort aus über Bechlin zur Siedlung Kränzlin. Dort gibt es einen Feldweg, der hinten zur Mesche führt. Da dort im Moment keine Rinder grasen, ist es eine tolle Galoppstrecke auf Wiesenboden für Joey.
Vorgestern sind wir dann vor einer dunklen Wolke weggefahren, die den Graupelschauer in sich hatte. Es hat nicht so ganz geklappt und trotz Hund anfeuern haben wir noch eine ziemliche Portion davon abbekommen, bevor wir uns kurz beim Netto untergestellt haben.
Heute gab es diese Tour also mit dem Sportrad bei besserem Wetter. Und wieder eine tolle Modderpfütze nach dem Gutspark, nette Hundebegegnungen und viel, viel Spaß mit dem Rad. Durch die Vollfederung ist das Fahrverhalten ja ein bisschen anders und ich muss immer dran denken, mir genug Taschentücher einzupacken. Weil ich so dermaßen durchgeschüttelt werden, das ich mir ständig die Nase putzen muss.
Joey hat es vor dem Rad natürlich leichter mit dem Ziehen und so war die Durchschnitts- geschwindigkeit heute höher und die Galloppstrecken länger. Wieder in der Innenstadt, war er irgendwie noch nicht ganz ausgelastet. Na ja. Vielleicht sollten wir dann mal wieder auf 15 km gehen. Aber ich brauche irgendwie noch einen anderen Sattel auf dem Ding. Für längere Strecken ist der bei mir zu schmal und es wird unangenehm. Mal gucken, was sich so findet.
Falls ihr übrigens gerne mal neue Musik entdeckt (wobei, ich weiß ja nicht, ob der tatsächlich so neu ist, da wir kein Radio hören): Benne. (<- klick mich, ich bin ein Link). Einer der relativ neuen jungen Liedermacher. Absolut tolle Texte mit viel, viel Tiefgang die gerade so wunderbar passen.
Da ich im Moment am vierten Alien-Bild arbeite, höre ich es nebenbei rauf und runter. Die ersten drei sind gestern aus dem Großlabor als Fotoabzüge gekommen und ich bin sowas von glücklich! Die sind einfach wunderschön geworden und die ersten beiden sind schon gerahmt.
So, dann denkt dran, dass am 1. Mai die neue Ausstellung in der Galerie Kunstraum (<- Link) eröffnet wird, ich habe Bunk & Bunk heute im Tempelgarten getroffen, hach, spannend!!! Gestern habe ich Uschi Jung (<- Link) in ihrem Werkraum in der Bilderbogenpassage besucht. Wenn ihr dort derzeit durchs Schaufenster seht - dort hängen viele, viele Bilder die sie in Berlin in Wohnungsfenstern von dem Gebäude hatte, das den "Kunstraum auf Zeit" beherbergt hatte. Falls ihr euch wundert, was da sonst noch so herumliegt... es sind Sachen aus dem entsprechenden Haus, was ja zum Abriss geräumt wurde. Eigentlich passt das verlinkte Lied "Nie mehr wie immer" von Benne auch ganz gut dazu...
Nächstes Wochenende gibt es Offene Ateliers mit Workshops etc., das dürft ihr euch gerne schon mal vormerken, in den nächsten Tagen dazu mehr.
Erst aus der Mark Brandenburg. Nun aus Markhausen im Markatal. Die Mark. Ein unverwüstliches Stück Heimat.
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Freitag, 29. April 2016
Samstag, 19. September 2015
Abenteuer vor der Haustüre, die 2.
Donnerstags ist für Joey ein ruhiger Tag ohne Fahrrad. Findet er aber eigentlich doof, weil er dann ja viel langsamer laufen muss. Aber wir waren im Baumarkt und haben geguckt, was wir dort an brauchbaren Sachen finden um eine Bikeantenne zu basteln.
Natürlich gibt es die Teile auch fertig. Für den Klickfix-Adapter - und dann kostet die zwischen 80 und 100 Euro. Andere Versionen sind unwesentlich günstiger, aber generell ist man unter 50 Euro nicht dabei. Bikeantennen halten die Zugleine über das Vorderrad, insbesondere, wenn der Hund steht - aber eben auch, wenn man ungeübt ist oder die Leine durchhängt. Viele Bikeantennen sehen aus wie eine Autoantenne mit einem Ring am Ende. Und deshalb finde ich 80 - 100 Euro ganz schön happig. Irgendwer schrieb in einem Forum das seine Bikeantenne aus einem Halter für Rücklichter und einer Autoantenne besteht. Gute Idee!
Nur: die meisten Autoantennen sind mittlerweile sehr, sehr kurz. Zu kurz, um das Zugseil wirklich vom Vorderrad weg zu halten. Bei Obi gibt es dann erst recht nur so winzige Teile - und irgendwie fand ich alles ein bisschen doof, dann hatte irgendwer in einem Forum noch eine Konstruktion aus PVC-Rohr und Spanngummi, irgendwie nichts Halbes, nicht Ganzes aber besser als nix. Aber auch das verwendete PVC-Rohr gab es bei Obi nicht.
Ein bisschen gefrustet bin ich dann durch die Gänge gelaufen und habe dann bei den Regalbauteilen angehalten. Es gibt noch eine Bikeantenne von Gravity und die hat ziemlich viel Fläche. Fast so wie ein Regalträger. Aber... die Gravity-Antenne hat auch nur ein Händler gehabt und der hatte sich nicht mehr auf Lager. Mit ein bisschen Überlegen und einem Materialeinsatz von unter 10 Euro habe ich nun eine Bikeantenne gebastelt. Die Wandhalterungen für Regalträger gibt es nämlich auch in ganz kurz. Ich war ja sehr skeptisch, ob das gut geht - aber es funktioniert. Bedenken hatte ich auch ob der Hebelwirkung, weil reguläre Bikeantennen halt nachgeben - aber weil mein Provisorium gut unterfüttert ist, dreht es sich ein bisschen mit. Hooorray!
Ausprobiert habe ich sie Freitag aber tatsächlich erst im Park bei den Kliniken. Weil es dann auch besser gepasst hat, habe ich heute dann auch das erste Mal die Zugleine am Fahrradrahmen befestigt. Siehe da - funktioniert ohne Probleme. OK, nun haben Joey und ich aber ja auch schon ein paar Touren gemacht und sind immer besser aufeinander eingespielt. Was heute auch gut geklappt hat, war das Kommando "Bei" - was für ihn heißt, er soll an meine Seite kommen. Das ist wichtig, wenn wir Straßen überqueren oder irgendwie an die Seite müssen an einem engen Weg, weil ein Fahrzeug vorbei möchte.
Außerdem hat es auch gut geklappt, dass er nicht sofort losgerannt ist, nachdem ich auf dem Fahrrad gesessen habe. Das wollte er zwar, aber da die Stadt nun einmal steinharte Wege hat, tut es den Gelenken nicht gut, dort zu rennen. Ein lockerer Trab ist ok, wärmt die Muskeln auf und sorgt dafür, das die Gelenke besser geschmiert werden. Bei Pferden ist die Regeln, dass man mindestens 10 Minuten erst einmal Schritt reitet, es "aufwärmt". Dabei wird den Gelenkknorpeln auch signalisiert: "Achtung, mehr Bewegung, jetzt brauchen wir mehr Schmiere!" - entsprechend sammelt sich mehr Flüssigkeit in den Bandscheiben und Gelenken, damit diese besser funktionieren. Das ist aber nicht nur bei Pferden so...
Wir haben dann eine größere Runde durch den Gutspark gemacht, bevor wir auf den Weg gewechselt sind, der dort zur Hälfte herumführt. Praktischer Weise waren an der Kreuzung zwei riesige Schlammpfützen, die der Hund erst einmal benutzt hat, um sich rein zu legen. Links herum, rechts herum... Hauptsache nass, abkühlen und Modderwasser.
Danach ging es auf die Schlaglochpiste - wobei der Untergrund aber festgefahrene Erde war. Immerhin - und für die Pfoten besser zu laufen als Asphalt oder Schotter, was ich gleich am Tempo gemerkt habe. Tja und dann kam uns ein Hund entgegen und das hieß erst einmal absteigen, "Bei" und zu Fuß gehen und kurz darauf sprangen zwei unangeleinte Hunde herum und haben tatsächlich ein bisschen zusammen gespielt! Der andere Hund war Obama. Den haben wir schon mal an der Slipanlage getroffen.
Nach der Spiel-, Pinkel-, Schnüffel- und Kratzpause ging es dann weiter, Joey wäre auf dem nun sandigen Weg gerne gerannt - aber der Sand war so trocken, das mir das Rad weggerutscht ist. Also ging das nur wenige Meter - aber dann waren wir auch schon wieder auf dem Gelände vom Gutspark. Sehr schön fand ich, das Joey schon von sich aus den Trampelpfad zum alten Friedhof angesteuert hat, der für ihn besser zu laufen war als das gepflasterte Stück. Am Rad vom Friedhof ging es durch die Bäume - WAHNSINN was für ein traumhafter Anblick! Echt ein absolut toller Moment auf der Tour!
Wir sind dann bei der Zufahrt zum Gutshof über die Straße und von dort auf dem Radweg weiter, um zur Marina SV Medizin zu fahren, wo ein kleiner Trampelpfad zum Seeufer führt. Das war unsere zweite etwas längere Pause - ungefähr 10 Minuten haben wir dort Rast gemacht und Joey hat sich ein bisschen Dreck abgewaschen und die Pfoten gekühlt.
Danach ging es über die alte Paulinenstrecke wieder gen Innenstadt - und diesmal habe ich tatsächlich erst 200 Meter vor unserem Hoftor die Leine ins Halsband geklinkt, weil wir dann durch die Wichmannstraße mussten. Da ist mehr los und vor allem wohnen da die Beagel vom Antiquariat. Die Garanten dafür, das Joey sich aufregt. Egal wie weit er gelaufen ist - um sich über die Beiden aufzuregen, reicht es immer. Es sei denn, er ist wirklich mal so vergesslich, das er völlig verpeilt, dass wir an dem Haus vorbeigehen.
Im Normalfall habe ich es die letzten Male immer hinbekommen, das Joey etwa 8 Kilometer läuft. Heute stand aber deutlich mehr auf der App - und da ich das Smartphone in der Satteltasche habe, gucke ich halt unterwegs eher nicht drauf. Es tat mir dann durchaus etwas leid für Joey, weil der über 11 Kilometer gelaufen ist - aber er hat auch immer das Tempo angegeben, wenn ich ihn nicht sogar gebremst habe, weil er zu schnell laufen wollte.
Von daher - ja, es war für ihn dann durchaus viel, aber er ist nicht nach Hause geschleift worden, sondern wäre es nach ihm gegangen, im Trab bis vor die Haustüre gelaufen. Das Mittagessen von ihm war ratzfatz verputzt und dann hat er gepenndöst und sich von mir ein bisschen durchmassieren lassen. Wenigstens das sollte dann sein.
Unsere Abendrunde war dann sehr gemütlich (aber auch rund 1,5 Kilometer...
Natürlich gibt es die Teile auch fertig. Für den Klickfix-Adapter - und dann kostet die zwischen 80 und 100 Euro. Andere Versionen sind unwesentlich günstiger, aber generell ist man unter 50 Euro nicht dabei. Bikeantennen halten die Zugleine über das Vorderrad, insbesondere, wenn der Hund steht - aber eben auch, wenn man ungeübt ist oder die Leine durchhängt. Viele Bikeantennen sehen aus wie eine Autoantenne mit einem Ring am Ende. Und deshalb finde ich 80 - 100 Euro ganz schön happig. Irgendwer schrieb in einem Forum das seine Bikeantenne aus einem Halter für Rücklichter und einer Autoantenne besteht. Gute Idee!
Nur: die meisten Autoantennen sind mittlerweile sehr, sehr kurz. Zu kurz, um das Zugseil wirklich vom Vorderrad weg zu halten. Bei Obi gibt es dann erst recht nur so winzige Teile - und irgendwie fand ich alles ein bisschen doof, dann hatte irgendwer in einem Forum noch eine Konstruktion aus PVC-Rohr und Spanngummi, irgendwie nichts Halbes, nicht Ganzes aber besser als nix. Aber auch das verwendete PVC-Rohr gab es bei Obi nicht.
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| Besser als nix... |
Ein bisschen gefrustet bin ich dann durch die Gänge gelaufen und habe dann bei den Regalbauteilen angehalten. Es gibt noch eine Bikeantenne von Gravity und die hat ziemlich viel Fläche. Fast so wie ein Regalträger. Aber... die Gravity-Antenne hat auch nur ein Händler gehabt und der hatte sich nicht mehr auf Lager. Mit ein bisschen Überlegen und einem Materialeinsatz von unter 10 Euro habe ich nun eine Bikeantenne gebastelt. Die Wandhalterungen für Regalträger gibt es nämlich auch in ganz kurz. Ich war ja sehr skeptisch, ob das gut geht - aber es funktioniert. Bedenken hatte ich auch ob der Hebelwirkung, weil reguläre Bikeantennen halt nachgeben - aber weil mein Provisorium gut unterfüttert ist, dreht es sich ein bisschen mit. Hooorray!
Ausprobiert habe ich sie Freitag aber tatsächlich erst im Park bei den Kliniken. Weil es dann auch besser gepasst hat, habe ich heute dann auch das erste Mal die Zugleine am Fahrradrahmen befestigt. Siehe da - funktioniert ohne Probleme. OK, nun haben Joey und ich aber ja auch schon ein paar Touren gemacht und sind immer besser aufeinander eingespielt. Was heute auch gut geklappt hat, war das Kommando "Bei" - was für ihn heißt, er soll an meine Seite kommen. Das ist wichtig, wenn wir Straßen überqueren oder irgendwie an die Seite müssen an einem engen Weg, weil ein Fahrzeug vorbei möchte.
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| Pausensnack in der Pampa... |
Außerdem hat es auch gut geklappt, dass er nicht sofort losgerannt ist, nachdem ich auf dem Fahrrad gesessen habe. Das wollte er zwar, aber da die Stadt nun einmal steinharte Wege hat, tut es den Gelenken nicht gut, dort zu rennen. Ein lockerer Trab ist ok, wärmt die Muskeln auf und sorgt dafür, das die Gelenke besser geschmiert werden. Bei Pferden ist die Regeln, dass man mindestens 10 Minuten erst einmal Schritt reitet, es "aufwärmt". Dabei wird den Gelenkknorpeln auch signalisiert: "Achtung, mehr Bewegung, jetzt brauchen wir mehr Schmiere!" - entsprechend sammelt sich mehr Flüssigkeit in den Bandscheiben und Gelenken, damit diese besser funktionieren. Das ist aber nicht nur bei Pferden so...
Wir haben dann eine größere Runde durch den Gutspark gemacht, bevor wir auf den Weg gewechselt sind, der dort zur Hälfte herumführt. Praktischer Weise waren an der Kreuzung zwei riesige Schlammpfützen, die der Hund erst einmal benutzt hat, um sich rein zu legen. Links herum, rechts herum... Hauptsache nass, abkühlen und Modderwasser.
Danach ging es auf die Schlaglochpiste - wobei der Untergrund aber festgefahrene Erde war. Immerhin - und für die Pfoten besser zu laufen als Asphalt oder Schotter, was ich gleich am Tempo gemerkt habe. Tja und dann kam uns ein Hund entgegen und das hieß erst einmal absteigen, "Bei" und zu Fuß gehen und kurz darauf sprangen zwei unangeleinte Hunde herum und haben tatsächlich ein bisschen zusammen gespielt! Der andere Hund war Obama. Den haben wir schon mal an der Slipanlage getroffen.
Nach der Spiel-, Pinkel-, Schnüffel- und Kratzpause ging es dann weiter, Joey wäre auf dem nun sandigen Weg gerne gerannt - aber der Sand war so trocken, das mir das Rad weggerutscht ist. Also ging das nur wenige Meter - aber dann waren wir auch schon wieder auf dem Gelände vom Gutspark. Sehr schön fand ich, das Joey schon von sich aus den Trampelpfad zum alten Friedhof angesteuert hat, der für ihn besser zu laufen war als das gepflasterte Stück. Am Rad vom Friedhof ging es durch die Bäume - WAHNSINN was für ein traumhafter Anblick! Echt ein absolut toller Moment auf der Tour!
Wir sind dann bei der Zufahrt zum Gutshof über die Straße und von dort auf dem Radweg weiter, um zur Marina SV Medizin zu fahren, wo ein kleiner Trampelpfad zum Seeufer führt. Das war unsere zweite etwas längere Pause - ungefähr 10 Minuten haben wir dort Rast gemacht und Joey hat sich ein bisschen Dreck abgewaschen und die Pfoten gekühlt.
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Danach ging es über die alte Paulinenstrecke wieder gen Innenstadt - und diesmal habe ich tatsächlich erst 200 Meter vor unserem Hoftor die Leine ins Halsband geklinkt, weil wir dann durch die Wichmannstraße mussten. Da ist mehr los und vor allem wohnen da die Beagel vom Antiquariat. Die Garanten dafür, das Joey sich aufregt. Egal wie weit er gelaufen ist - um sich über die Beiden aufzuregen, reicht es immer. Es sei denn, er ist wirklich mal so vergesslich, das er völlig verpeilt, dass wir an dem Haus vorbeigehen.
Im Normalfall habe ich es die letzten Male immer hinbekommen, das Joey etwa 8 Kilometer läuft. Heute stand aber deutlich mehr auf der App - und da ich das Smartphone in der Satteltasche habe, gucke ich halt unterwegs eher nicht drauf. Es tat mir dann durchaus etwas leid für Joey, weil der über 11 Kilometer gelaufen ist - aber er hat auch immer das Tempo angegeben, wenn ich ihn nicht sogar gebremst habe, weil er zu schnell laufen wollte.
Von daher - ja, es war für ihn dann durchaus viel, aber er ist nicht nach Hause geschleift worden, sondern wäre es nach ihm gegangen, im Trab bis vor die Haustüre gelaufen. Das Mittagessen von ihm war ratzfatz verputzt und dann hat er gepenndöst und sich von mir ein bisschen durchmassieren lassen. Wenigstens das sollte dann sein.
Unsere Abendrunde war dann sehr gemütlich (aber auch rund 1,5 Kilometer...
Mittwoch, 9. September 2015
Joey´s "Geschenk"
Joey Katastrophulus hatte eine Überraschung für mich. Vorausgegangen waren ein paar Touren mit Fahrrad und Anhänger. Joey springt zwar in den Anhänger rein, bleibt auch drin - aber so ganz sein Ding ist es nicht. Das hat er Nick und mir mit ziemlich vielen Tönen klar gemacht.
Also habe ich letztens mal versucht, ihn neben dem Rad laufen zu lassen. Schön langsam, damit ich keinen Abgang mache, wenn Joey plötzlich irgendwas total spannendes in die Nase bekommt und quer schießt. Das war etwas anstrengend, denn langsam neben dem Rad laufen findet Joey mindestens so doof wie im Anhänger fahren. Das ist einfach nicht sein Ding.
Was viel eher sein Ding ist, hat er mir dann beim zweiten Versuch klar gemacht. Wieder waren wir mit dem Rad unterwegs - ohne Anhänger. Bis wir "freies Feld" hatten, musste Joey sich neben dem Rad um passables Benehmen bemühen, was ihm sichtlich sehr schwer gefallen ist. Manchmal sehen wir auch Katzen, dann ist alles noch viel schwerer (wobei er heute Kitty auf einem niedrigen Gaskasten gesehen hat - und Kitty lässt sich von so etwas wie Joey schon lange nicht mehr beeindrucken. Das Ende vom Lied: Joey hat mit ganz langem Hals und gaaanz vorsichtig angefangen, Kitty zu beschnuppern. Was für eine großartige Leistung für diesen Hund!).
Aber dann... hat er mir gezeigt, das er viel lieber VOR dem Rad läuft. Nach ein bisschen Hin und Her habe ich dann auch eine akzeptable Möglichkeit gefunden, Geschirr, Halsband und Leine zu zu verbinden, das er rennen kann und Luft bekommt, aber ich immer noch eine adäquate Einwirkungsmöglichkeit habe, falls er sich blöd benehmen sollte oder das Norweger-Geschirr aufgeht.
Siehe da - ab ging die Luzie - äh, der Joey - und meine Überlegungen, ob der tatsächlich gerne vor dem Rad läuft oder nur vor dem Rad wegrennt, haben sich im Laufe der Tour dann zerstreut. Denn: Würde er aus Angst davor wegrennen - dann könnte ich nicht mit Distanzkommandos auf ihn einwirken. Dann hätte er "Durchzug im Kopf" und würde nichts an Kommandos annehmen. Da er aber recht gut auf Kommandos reagiert hat und irgendwie auch sichtlich Freude am Laufen hatte, war alles ok.
Whow! Ich stehe ja eher so auf etwas ungewöhnlichere Sportarten - und Bikejöring war mein Traum, seit dem ich es auf einer WM und einer EM für Schlittenhundesport in Rastede live erlebt und mich mit Mushern unterhalten habe. Da war Farino noch ziemlich jung. Wir hatten damit mal angefangen, dann kamen viele persönliche Sachen dazwischen - und als ich dann dachte, man könnte ja mal wieder kam die Diagnose mit der Herzkrankheit und damit für so einen Sport das endgültige Aus.
Deshalb freue ich mich natürlich riesig, wenn das mit Joey machbar ist. Das er gerne läuft liegt letztlich in seiner Natur und wenn ich auf dem Rad fahre, kann er endlich mal SEIN Tempo laufen. Da die Strecken dann ohnehin auf "geteert/befestigt" und "Feld-Wald-Wiesenweg" aufgeteilt sind, habe ich auch ziemlich viel davon, wenn es mit dem schweren Stadtrad querfeldein geht. Ich will sowieso mal wieder ein bisschen abnehmen... ;-)
Heute habe ich dann den Ruckdämpfer mitgenommen, das ist ein spezielles Seil, das zum Teil ein Gummi eingearbeitet hat. Damit verhindert man, das der Hund alle Rucke die durch das Rad entstehen, sofort bis auf die Knochen spürt. Das Renngeschirr haben wir leider nicht mehr, aber die Größe "Malamute" für unseren Fellberg Farino hätte Joey ohnehin nicht gepasst und nichts ist blöder als wenn ein schlecht passendes Geschirr anfängt zu scheuern.
Tja und dann haben wir heute eine Tour zum und auf dem alten Flugplatz gemacht, mit ein bisschen Pause, mit ein bisschen Freilauf - und der Bekanntschaft mit dem Herdenschutzhund. Der ist beeindruckend, weiß was er will - und sieht aus wie ein Eisbär. Wir haben den sogar zweimal gesehen. Einmal im Gehege und einmal ausserhalb des Geheges, auf dem Weg zu seinen Schafen. Da habe ich dann so über ein Facebook-Posting nachgedacht, in dem berichtet wird, das in der Nähe vom Kuhberg ein paar Hunde frei herumlaufen. Letztendlicher Tenor: "Das geht so doch nicht, da wollen wir spazieren gehen..." - wohlgemerkt: Die Hunde sind da nur herumgelaufen, das Erlebnis hatte ich dort auch schon mal.
Interessant wird so ein "aber das geht doch nicht, das Hunde dort einfach so herumlaufen", wenn man überlegt, das gleiche Leute wahrscheinlich a) selbstverständlich für den Wolfsschutz sind - ist ja auch ok. Nur sind die mittlerweile auch schon in Neuruppins Wäldern gelandet und nicht jeder Wolf ist scheu, manche verhalten sich atypisch und kommen näher.
b) entsetzter Aufschrei, als in Rumänien die frei herumlaufenden Hunde eingefangen wurden. Gut, wie die umgebracht wurden und werden ist unter jeglicher Würde - aber in vielen Ländern laufen Hunde frei herum und DANN ist es ok. Aber wenn hier in der Pampa ein paar Hunde herumlaufen, ist es das irgendwie nicht? Hm. Klingt so nach "Dusch mich, aber mach mich nicht nass dabei!".
Ich fand es beeindruckend, den Herdenschutzhund "in freier Landschaft" auf den Weg zu seinen Schafen zu erleben. Joey hat das erst gar nicht so mitbekommen, dann hat er gemerkt, da bewegt sich etwas im langen Gras - da muss er unbedingt hin. Das ging auch nur, weil er ein längeres Stück Freilauf auf einer Strecke hatte, die mit dem Rad wirklich extrem blöd zu fahren war. Ich war gespannt, wie beide Hunde reagieren. Der Herdenschutzhund hat dann gemerkt, da kommt Joey, ist stehen geblieben und hat freundlich zu Joey geguckt. So nach dem Motto: "Na Kleiner, willst du mal Tach sagen?" - und dann hat Joey kapiert, das er auf den Herdenschutzhund zurennt - und schlagartig eine 180 Grad-Wende hingelegt. Ich würde nicht dafür garantieren, das es so freundlich gewesen wäre, wenn die Schafe in unmittelbarer Nähe gewesen wären. Denn dann macht der Schutzhund seine Arbeit. Dazu sind die über Jahrhunderte gezüchtet worden und wenn der seinen Job macht, ist Schluss mit lustig. Daran solltet ihr bitte denken, wenn ihr dort unterwegs seid. Es sind Arbeitshunde die ihre Arbeit sehr, sehr ernst nehmen!
Sooo... am Ende der Tour standen 8,14 km in rund 1 1/2 Stunden auf der Komoot-App. Das ist voll in Ordnung, weil wir ja auch ein paar Pausen gemacht haben, in denen Joey Wasser bekommen hat und wir uns ein paar Minuten ausgeruht haben.
Also habe ich letztens mal versucht, ihn neben dem Rad laufen zu lassen. Schön langsam, damit ich keinen Abgang mache, wenn Joey plötzlich irgendwas total spannendes in die Nase bekommt und quer schießt. Das war etwas anstrengend, denn langsam neben dem Rad laufen findet Joey mindestens so doof wie im Anhänger fahren. Das ist einfach nicht sein Ding.
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| Pausenbild... |
Was viel eher sein Ding ist, hat er mir dann beim zweiten Versuch klar gemacht. Wieder waren wir mit dem Rad unterwegs - ohne Anhänger. Bis wir "freies Feld" hatten, musste Joey sich neben dem Rad um passables Benehmen bemühen, was ihm sichtlich sehr schwer gefallen ist. Manchmal sehen wir auch Katzen, dann ist alles noch viel schwerer (wobei er heute Kitty auf einem niedrigen Gaskasten gesehen hat - und Kitty lässt sich von so etwas wie Joey schon lange nicht mehr beeindrucken. Das Ende vom Lied: Joey hat mit ganz langem Hals und gaaanz vorsichtig angefangen, Kitty zu beschnuppern. Was für eine großartige Leistung für diesen Hund!).
Aber dann... hat er mir gezeigt, das er viel lieber VOR dem Rad läuft. Nach ein bisschen Hin und Her habe ich dann auch eine akzeptable Möglichkeit gefunden, Geschirr, Halsband und Leine zu zu verbinden, das er rennen kann und Luft bekommt, aber ich immer noch eine adäquate Einwirkungsmöglichkeit habe, falls er sich blöd benehmen sollte oder das Norweger-Geschirr aufgeht.
Siehe da - ab ging die Luzie - äh, der Joey - und meine Überlegungen, ob der tatsächlich gerne vor dem Rad läuft oder nur vor dem Rad wegrennt, haben sich im Laufe der Tour dann zerstreut. Denn: Würde er aus Angst davor wegrennen - dann könnte ich nicht mit Distanzkommandos auf ihn einwirken. Dann hätte er "Durchzug im Kopf" und würde nichts an Kommandos annehmen. Da er aber recht gut auf Kommandos reagiert hat und irgendwie auch sichtlich Freude am Laufen hatte, war alles ok.
Whow! Ich stehe ja eher so auf etwas ungewöhnlichere Sportarten - und Bikejöring war mein Traum, seit dem ich es auf einer WM und einer EM für Schlittenhundesport in Rastede live erlebt und mich mit Mushern unterhalten habe. Da war Farino noch ziemlich jung. Wir hatten damit mal angefangen, dann kamen viele persönliche Sachen dazwischen - und als ich dann dachte, man könnte ja mal wieder kam die Diagnose mit der Herzkrankheit und damit für so einen Sport das endgültige Aus.
Deshalb freue ich mich natürlich riesig, wenn das mit Joey machbar ist. Das er gerne läuft liegt letztlich in seiner Natur und wenn ich auf dem Rad fahre, kann er endlich mal SEIN Tempo laufen. Da die Strecken dann ohnehin auf "geteert/befestigt" und "Feld-Wald-Wiesenweg" aufgeteilt sind, habe ich auch ziemlich viel davon, wenn es mit dem schweren Stadtrad querfeldein geht. Ich will sowieso mal wieder ein bisschen abnehmen... ;-)
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| sogar ein Chor ist vorbeigeflogen... |
Heute habe ich dann den Ruckdämpfer mitgenommen, das ist ein spezielles Seil, das zum Teil ein Gummi eingearbeitet hat. Damit verhindert man, das der Hund alle Rucke die durch das Rad entstehen, sofort bis auf die Knochen spürt. Das Renngeschirr haben wir leider nicht mehr, aber die Größe "Malamute" für unseren Fellberg Farino hätte Joey ohnehin nicht gepasst und nichts ist blöder als wenn ein schlecht passendes Geschirr anfängt zu scheuern.
Tja und dann haben wir heute eine Tour zum und auf dem alten Flugplatz gemacht, mit ein bisschen Pause, mit ein bisschen Freilauf - und der Bekanntschaft mit dem Herdenschutzhund. Der ist beeindruckend, weiß was er will - und sieht aus wie ein Eisbär. Wir haben den sogar zweimal gesehen. Einmal im Gehege und einmal ausserhalb des Geheges, auf dem Weg zu seinen Schafen. Da habe ich dann so über ein Facebook-Posting nachgedacht, in dem berichtet wird, das in der Nähe vom Kuhberg ein paar Hunde frei herumlaufen. Letztendlicher Tenor: "Das geht so doch nicht, da wollen wir spazieren gehen..." - wohlgemerkt: Die Hunde sind da nur herumgelaufen, das Erlebnis hatte ich dort auch schon mal.
Interessant wird so ein "aber das geht doch nicht, das Hunde dort einfach so herumlaufen", wenn man überlegt, das gleiche Leute wahrscheinlich a) selbstverständlich für den Wolfsschutz sind - ist ja auch ok. Nur sind die mittlerweile auch schon in Neuruppins Wäldern gelandet und nicht jeder Wolf ist scheu, manche verhalten sich atypisch und kommen näher.
b) entsetzter Aufschrei, als in Rumänien die frei herumlaufenden Hunde eingefangen wurden. Gut, wie die umgebracht wurden und werden ist unter jeglicher Würde - aber in vielen Ländern laufen Hunde frei herum und DANN ist es ok. Aber wenn hier in der Pampa ein paar Hunde herumlaufen, ist es das irgendwie nicht? Hm. Klingt so nach "Dusch mich, aber mach mich nicht nass dabei!".
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| "Nachtanken" aus der Faltschüssel |
Ich fand es beeindruckend, den Herdenschutzhund "in freier Landschaft" auf den Weg zu seinen Schafen zu erleben. Joey hat das erst gar nicht so mitbekommen, dann hat er gemerkt, da bewegt sich etwas im langen Gras - da muss er unbedingt hin. Das ging auch nur, weil er ein längeres Stück Freilauf auf einer Strecke hatte, die mit dem Rad wirklich extrem blöd zu fahren war. Ich war gespannt, wie beide Hunde reagieren. Der Herdenschutzhund hat dann gemerkt, da kommt Joey, ist stehen geblieben und hat freundlich zu Joey geguckt. So nach dem Motto: "Na Kleiner, willst du mal Tach sagen?" - und dann hat Joey kapiert, das er auf den Herdenschutzhund zurennt - und schlagartig eine 180 Grad-Wende hingelegt. Ich würde nicht dafür garantieren, das es so freundlich gewesen wäre, wenn die Schafe in unmittelbarer Nähe gewesen wären. Denn dann macht der Schutzhund seine Arbeit. Dazu sind die über Jahrhunderte gezüchtet worden und wenn der seinen Job macht, ist Schluss mit lustig. Daran solltet ihr bitte denken, wenn ihr dort unterwegs seid. Es sind Arbeitshunde die ihre Arbeit sehr, sehr ernst nehmen!
Sooo... am Ende der Tour standen 8,14 km in rund 1 1/2 Stunden auf der Komoot-App. Das ist voll in Ordnung, weil wir ja auch ein paar Pausen gemacht haben, in denen Joey Wasser bekommen hat und wir uns ein paar Minuten ausgeruht haben.
Dienstag, 2. Juni 2015
Hundeferrari - ein Härtetest in Beetz und Sommerfeld.
Bislang hat er sich im Alltag gut bewährt und wir sind recht oft mit ihm unterwegs. Mittlerweile nutzen ihn abwechselnd beide Hunde und gucken dann oft oben aus der Dachöffnung, was sich in der Umgebung so tut. Der oft erst etwas verwunderte Blick von Passanten der dann zum grinsen wechselt, ist uns auf jeden Fall sicher.
Warum kommt Joey zwischendurch in den Anhänger und wird geschoben? Das hätte ich ja eigentlich selbst so nicht erwartet - aber tatsächlich kommt Joey ebenfalls zwischendurch in den Wagen. Allerdings weniger weil er erschöpft ist, sondern weil er sich vom Charakter her viel aufregt Ein aufgeregter Hund wird irgendwann anstrengend. Das wiederum fördert nicht gerade den ruhigen Umgang mit ihm, sondern manchmal schaukelt es sich einfach dann gegenseitig hoch. Perfekt ist niemand, weder auf zwei Füßen noch auf vier Pfoten.
Joey fühlt sich in Häusern - also in Gebäuden mit klar erkennbaren Umgebungsgrenzen und wo er nicht von drei Millionen Reizen überflutet wird, wohl. Zu Hause hat er ein Körbchen unter einem Tisch und liegt mittlerweile auch gerne in der großen Box - auch die bietet ihm klar definierte Begrenzungen und damit ein Sicherheitsgefühl. Dort kommt er "runter".
Mittlerweile ist er so mutig geworden, sich in den Anhänger zu trauen - und wenn es dann mit ihm zu anstrengend wird, kommt er dort rein. Es entlastet uns letztlich beide und gibt uns beiden Raum, "wieder Luft zu bekommen". Nein, eigentlich uns allen.
Da der Anhänger ja vor allem im Hinblick auf die mehrtägige Sommerwanderung angeschafft wurde, haben wir dann gestern mal geschaut, wie er sich so in der Bahn bewährt. Dafür sind wir vom Rheinsberger Tor aus zwei Stationen weiter gefahren - das ist Beetz-Sommerfeld um uns dort mal etwas umzuschauen. Aufgrund unserer sehr eingeschränkten Mobilität kommen wir ja nur selten mal aus der Stadt raus.
Auf dem Bahnsteig in Neuruppin haben wir Joey in den Anhänger verladen, damit nicht Anhänger und zwei Hunde im Fahrradabteil Platz wegnehmen. Alles kein Problem, wir mussten noch auf den Gegenzug warten und konnten so in Ruhe schon mal die Tagestickets lösen. Bei den Tagestickets ist jeweils ein Hund mit drin. Bei Einzelfahrscheinen nicht.
Eine viertel Stunde später waren wir dann in Beetz-Sommerfeld, Joey war schon ganz hibbelig im Anhänger und wollte unbedingt raus. Klar, sind ja auch viele, viele neue Gerüche, die es zu entdecken gibt. Also Hund raus und Gepäck rein, die Komoot-App an. Laut Karte ist ein Stück weiter ein riesiges Waldgebiet und auch ein See, der Beetz-See. Sieht doch perfekt aus! Also hin!
Märkischer trockener Sand kurz vor dem Waldbeginn... die erste Herausforderung, wie lässt sich der Anhänger über den Sand schieben? Relativ ok. Wobei ich irgendwann vorne Farinos Leine eingehakt habe. "Halb zog sie ihn, halb schob er ihn..." - aber das war nicht nur eine Entlastung für Nick, sondern auch für den Griff, denn der ist ein bisschen wabbelig angebracht und sicherlich nicht langfristig für Strecken mit hohem Widerstand konzipiert.
Eine halbe Stunde später waren wir dann am See, an dem uns ein kleiner Weg direkt am Ufer erwartete. Aber erst mal waren die Hunde im See um zu trinken und sich abzukühlen.
Tja und dann ging es auf dem Uferweg den See entlang. Feststellung: es gibt nicht viele Bänke dort unten und als ich von weitem eine Mauer gesehen habe, auf der wir hätten Rast machen können, stellte sich heraus, das dort schon andere Leute mit zwei großen Hunden waren. Das hätte mit Joey einfach viel zu viel Stress gegeben, also weiter und ein paar hundert Meter weiter war dann auch endlich eine Bank an einem kleinen flachen Sandstück. Sehr schön! Die Vierbeiner sind erst einmal wieder ins Wasser und die Zweibeiner haben etwas getrunken.
Dann kam Boxer Susi an und weil man sich oft mit anderen Hundeleuten wirklich unkompliziert verständigen kann, waren dann drei Hunde im und am Wasser. Susi sollte einen Ball wiederholen, der aber in einen Bereich geworfen wurde, wo sie keinen Grund mehr unter den Füßen hatte - und keiner der Hunde war zu bewegen, den schwimmend aus dem See zu holen. Farino schwimmt ja auch nur noch in absoluten Notfällen, was aber von der Tierärztin auch damit erklärt wurde, das er einfach auf seinen Körper hört und wenn der sagt, ist fürs Herz zu anstrengend, dann lässt er das.
Ein Stückchen weiter des Weges war auf dem Weg dann ein Schachtdeckel, den ich einfach fotografieren musste, weil man den dort nicht vermutet und es so herrlich nostalgisch ist.
Wir haben dann den oberen Weg erklommen und sind an einem "Rapunzelturm" (alter Wasserturm) zu den Sana-Kliniken gelaufen, irgendwie muss man ja von dort aus wieder gen Bahnhof kommen. Ähm... ja. Oben auf der Karte ist unser "herumgeirre" ja ein bisschen zu sehen... ;-) .
Tja, wir haben uns nach den Karten auf App und Papier gerichtet und einen Waldweg gen Bahnhof genommen. Allerdings standen wir irgendwann dann blöder Weise vor einen verschlossenen Tor. Es war die Feuerwehrzufahrt... also wieder zurück und geschaut, wie wir wieder "in der Zivilisation" landen. Nach einem weiteren Fehlversuch haben wir dann tatsächlich die Hauptzufahrt gefunden. Hoooorray!
Faszinierend ist, das mitten in der Pampa so ein riesiger Klinikomplex ist. Boah, das hätte ich nicht erwartet. Die Sana-Kliniken in Sommerfeld haben sich auf Erkrankungen des Knochenapparates und auf Lungenerkrankungen spezialisiert. Gegründet wurden sie 1920 als Tuberkuloseklinik. Was das Klinikgelände wirklich auch sehenswert ist, sind die alten Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Erst dachte ich, es wäre so eine Art schlesischer Stil - nein, die sind in einem alten Alpenländer Stil gebaut und bemalt - und das ist einfach ein wunderschönes wenn auch weitläufiges Kleinod in der Gegend und wirklich sehenswert.
Insgesamt sind wir etwas über 9 km zu Fuß unterwegs gewesen. Durch die Wald- und Wiesenwege war es aber recht anstrengend und hat entsprechend länger gedauert als sonst.
Der Anhänger hat den Härtetest wirklich gut überstanden und wir haben gemerkt, wo wir aufpassen und etwas ändern müssen, bevor wir auf die große Sommertour gehen.
Mittleweile hat er auch ein paar Regenschauer abbekommen, vor allem weil die Fahrradabdeckplane gerne herunterweht. Es landet nur wenig Regen im Wagen selbst, was ich sehr schön finde. Auf dem Dach gibt es halt immer eine kleine Pfütze, aber die ist auch schnell runtergekippt. Wer den Anhänger draussen stehen lassen muss und mit einer Fahrradplane abdeckt, der soll diese mit Klammern an den Speichen sichern. Dann weht sie auch nicht hoch.
Es liegt zwar eine dünne Decke im Anhänger, aber gerade bei großen Hunden verschiebt die sich immer und meine Hunde sind verunsichert, wenn sie dort einsteigen wollen und der Boden unter ihnen wegrutscht. Es macht ihnen nichts, auf die Polsterung zu verzichten um dafür sicherer zu stehen oder zu sitzen. Wenn sie sich hinlegen, dann liegen sie halt zum Teil drauf. Zusätzlich haben wir eine alte Krabbeldecke drin, das ist für uns Zweibeiner dann sehr praktisch, wenn wir irgendwo Pause machen. Die liegt meistens im vorderen Bereich der von den Hunden nicht genutzt wird, weil er zu niedrig ist. Ebenso liegt dort eine faltbare Schüssel für Wasser und die Wasserflasche fürs Hundewasser - wir sind ja nicht immer an einem See. Noch können wir die Schüssel, die zum Teil aus Silikon besteht, sogar vorne hinter dem Vorderrad einklemmen, was sehr praktisch ist, weil die Hunde sie dann nicht umkippen können. Langfristig wird das nicht mehr gehen, weil dort ein Gepäckträger wie von so einem Bäckerfahrrad drauf soll.
Aufpassen muss man bei dem Anhänger, wenn die Hunde wieder aussteigen, dann kippt er insbesondere bei Farino mit seinen 32 Kilo gerne mal ein Stück hintenüber, wenn man ihn nicht festhält - und bestimmt gibt es Hunde, die das einmal erleben und dann so verängstigt sind, das sie den Anhänger nie wieder freiwillig betreten. Wenn ihr also zu zweit seid, sollte einer den Anhänger so sichern, das er nicht hinten über kippt - und der andere den Hund verladen (Dach auf, Leckerchen durchhalten, Hund reinlocken...). Einen großen Hund muss man vielleicht noch ein bisschen "nachsortieren", das er beide Hinterpfoten drin hat, die Rute und dann auch möglichst über den Radachsen sitzt.
Wir freuen uns eigentlich jeden Tag ein bisschen mehr über die Sommerwanderung und über die ganzen Vorbereitungen dafür.
Nick hat letztens von einem Video erzählt, wo ein Waldläufer auf die Frage "Was brauche ich als Anfänger für eine Ausrüstung, ich habe nicht so viel Geld..." eigentlich genau DIE Antwort gibt, die wir selbst schon erlebt haben:
Es wurde erklärt:
"Ich kenne Leute, die haben die beste und teuerste Ausrüstung, stellen immer wieder was um um sie zu optimieren... und die gehen nie raus!"
Jepp, so einen in der Art kennen wir auch... ;-)
Deshalb freuen wir uns, wenn wir draußen "herumabenteuern" können, wo Andere nur mit einem Auto durchrauschen, weil es zu beschwerlich wird, sich zu bewegen.
Warum kommt Joey zwischendurch in den Anhänger und wird geschoben? Das hätte ich ja eigentlich selbst so nicht erwartet - aber tatsächlich kommt Joey ebenfalls zwischendurch in den Wagen. Allerdings weniger weil er erschöpft ist, sondern weil er sich vom Charakter her viel aufregt Ein aufgeregter Hund wird irgendwann anstrengend. Das wiederum fördert nicht gerade den ruhigen Umgang mit ihm, sondern manchmal schaukelt es sich einfach dann gegenseitig hoch. Perfekt ist niemand, weder auf zwei Füßen noch auf vier Pfoten.
Joey fühlt sich in Häusern - also in Gebäuden mit klar erkennbaren Umgebungsgrenzen und wo er nicht von drei Millionen Reizen überflutet wird, wohl. Zu Hause hat er ein Körbchen unter einem Tisch und liegt mittlerweile auch gerne in der großen Box - auch die bietet ihm klar definierte Begrenzungen und damit ein Sicherheitsgefühl. Dort kommt er "runter".
Mittlerweile ist er so mutig geworden, sich in den Anhänger zu trauen - und wenn es dann mit ihm zu anstrengend wird, kommt er dort rein. Es entlastet uns letztlich beide und gibt uns beiden Raum, "wieder Luft zu bekommen". Nein, eigentlich uns allen.
Da der Anhänger ja vor allem im Hinblick auf die mehrtägige Sommerwanderung angeschafft wurde, haben wir dann gestern mal geschaut, wie er sich so in der Bahn bewährt. Dafür sind wir vom Rheinsberger Tor aus zwei Stationen weiter gefahren - das ist Beetz-Sommerfeld um uns dort mal etwas umzuschauen. Aufgrund unserer sehr eingeschränkten Mobilität kommen wir ja nur selten mal aus der Stadt raus.
Auf dem Bahnsteig in Neuruppin haben wir Joey in den Anhänger verladen, damit nicht Anhänger und zwei Hunde im Fahrradabteil Platz wegnehmen. Alles kein Problem, wir mussten noch auf den Gegenzug warten und konnten so in Ruhe schon mal die Tagestickets lösen. Bei den Tagestickets ist jeweils ein Hund mit drin. Bei Einzelfahrscheinen nicht.
Eine viertel Stunde später waren wir dann in Beetz-Sommerfeld, Joey war schon ganz hibbelig im Anhänger und wollte unbedingt raus. Klar, sind ja auch viele, viele neue Gerüche, die es zu entdecken gibt. Also Hund raus und Gepäck rein, die Komoot-App an. Laut Karte ist ein Stück weiter ein riesiges Waldgebiet und auch ein See, der Beetz-See. Sieht doch perfekt aus! Also hin!
Märkischer trockener Sand kurz vor dem Waldbeginn... die erste Herausforderung, wie lässt sich der Anhänger über den Sand schieben? Relativ ok. Wobei ich irgendwann vorne Farinos Leine eingehakt habe. "Halb zog sie ihn, halb schob er ihn..." - aber das war nicht nur eine Entlastung für Nick, sondern auch für den Griff, denn der ist ein bisschen wabbelig angebracht und sicherlich nicht langfristig für Strecken mit hohem Widerstand konzipiert.
Eine halbe Stunde später waren wir dann am See, an dem uns ein kleiner Weg direkt am Ufer erwartete. Aber erst mal waren die Hunde im See um zu trinken und sich abzukühlen.
Tja und dann ging es auf dem Uferweg den See entlang. Feststellung: es gibt nicht viele Bänke dort unten und als ich von weitem eine Mauer gesehen habe, auf der wir hätten Rast machen können, stellte sich heraus, das dort schon andere Leute mit zwei großen Hunden waren. Das hätte mit Joey einfach viel zu viel Stress gegeben, also weiter und ein paar hundert Meter weiter war dann auch endlich eine Bank an einem kleinen flachen Sandstück. Sehr schön! Die Vierbeiner sind erst einmal wieder ins Wasser und die Zweibeiner haben etwas getrunken.
Dann kam Boxer Susi an und weil man sich oft mit anderen Hundeleuten wirklich unkompliziert verständigen kann, waren dann drei Hunde im und am Wasser. Susi sollte einen Ball wiederholen, der aber in einen Bereich geworfen wurde, wo sie keinen Grund mehr unter den Füßen hatte - und keiner der Hunde war zu bewegen, den schwimmend aus dem See zu holen. Farino schwimmt ja auch nur noch in absoluten Notfällen, was aber von der Tierärztin auch damit erklärt wurde, das er einfach auf seinen Körper hört und wenn der sagt, ist fürs Herz zu anstrengend, dann lässt er das.
Ein Stückchen weiter des Weges war auf dem Weg dann ein Schachtdeckel, den ich einfach fotografieren musste, weil man den dort nicht vermutet und es so herrlich nostalgisch ist.
Wir haben dann den oberen Weg erklommen und sind an einem "Rapunzelturm" (alter Wasserturm) zu den Sana-Kliniken gelaufen, irgendwie muss man ja von dort aus wieder gen Bahnhof kommen. Ähm... ja. Oben auf der Karte ist unser "herumgeirre" ja ein bisschen zu sehen... ;-) .
Tja, wir haben uns nach den Karten auf App und Papier gerichtet und einen Waldweg gen Bahnhof genommen. Allerdings standen wir irgendwann dann blöder Weise vor einen verschlossenen Tor. Es war die Feuerwehrzufahrt... also wieder zurück und geschaut, wie wir wieder "in der Zivilisation" landen. Nach einem weiteren Fehlversuch haben wir dann tatsächlich die Hauptzufahrt gefunden. Hoooorray!
Faszinierend ist, das mitten in der Pampa so ein riesiger Klinikomplex ist. Boah, das hätte ich nicht erwartet. Die Sana-Kliniken in Sommerfeld haben sich auf Erkrankungen des Knochenapparates und auf Lungenerkrankungen spezialisiert. Gegründet wurden sie 1920 als Tuberkuloseklinik. Was das Klinikgelände wirklich auch sehenswert ist, sind die alten Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Erst dachte ich, es wäre so eine Art schlesischer Stil - nein, die sind in einem alten Alpenländer Stil gebaut und bemalt - und das ist einfach ein wunderschönes wenn auch weitläufiges Kleinod in der Gegend und wirklich sehenswert.
Insgesamt sind wir etwas über 9 km zu Fuß unterwegs gewesen. Durch die Wald- und Wiesenwege war es aber recht anstrengend und hat entsprechend länger gedauert als sonst.
Der Anhänger hat den Härtetest wirklich gut überstanden und wir haben gemerkt, wo wir aufpassen und etwas ändern müssen, bevor wir auf die große Sommertour gehen.
Mittleweile hat er auch ein paar Regenschauer abbekommen, vor allem weil die Fahrradabdeckplane gerne herunterweht. Es landet nur wenig Regen im Wagen selbst, was ich sehr schön finde. Auf dem Dach gibt es halt immer eine kleine Pfütze, aber die ist auch schnell runtergekippt. Wer den Anhänger draussen stehen lassen muss und mit einer Fahrradplane abdeckt, der soll diese mit Klammern an den Speichen sichern. Dann weht sie auch nicht hoch.
Es liegt zwar eine dünne Decke im Anhänger, aber gerade bei großen Hunden verschiebt die sich immer und meine Hunde sind verunsichert, wenn sie dort einsteigen wollen und der Boden unter ihnen wegrutscht. Es macht ihnen nichts, auf die Polsterung zu verzichten um dafür sicherer zu stehen oder zu sitzen. Wenn sie sich hinlegen, dann liegen sie halt zum Teil drauf. Zusätzlich haben wir eine alte Krabbeldecke drin, das ist für uns Zweibeiner dann sehr praktisch, wenn wir irgendwo Pause machen. Die liegt meistens im vorderen Bereich der von den Hunden nicht genutzt wird, weil er zu niedrig ist. Ebenso liegt dort eine faltbare Schüssel für Wasser und die Wasserflasche fürs Hundewasser - wir sind ja nicht immer an einem See. Noch können wir die Schüssel, die zum Teil aus Silikon besteht, sogar vorne hinter dem Vorderrad einklemmen, was sehr praktisch ist, weil die Hunde sie dann nicht umkippen können. Langfristig wird das nicht mehr gehen, weil dort ein Gepäckträger wie von so einem Bäckerfahrrad drauf soll.
Aufpassen muss man bei dem Anhänger, wenn die Hunde wieder aussteigen, dann kippt er insbesondere bei Farino mit seinen 32 Kilo gerne mal ein Stück hintenüber, wenn man ihn nicht festhält - und bestimmt gibt es Hunde, die das einmal erleben und dann so verängstigt sind, das sie den Anhänger nie wieder freiwillig betreten. Wenn ihr also zu zweit seid, sollte einer den Anhänger so sichern, das er nicht hinten über kippt - und der andere den Hund verladen (Dach auf, Leckerchen durchhalten, Hund reinlocken...). Einen großen Hund muss man vielleicht noch ein bisschen "nachsortieren", das er beide Hinterpfoten drin hat, die Rute und dann auch möglichst über den Radachsen sitzt.
Wir freuen uns eigentlich jeden Tag ein bisschen mehr über die Sommerwanderung und über die ganzen Vorbereitungen dafür.
Nick hat letztens von einem Video erzählt, wo ein Waldläufer auf die Frage "Was brauche ich als Anfänger für eine Ausrüstung, ich habe nicht so viel Geld..." eigentlich genau DIE Antwort gibt, die wir selbst schon erlebt haben:
Es wurde erklärt:
"Ich kenne Leute, die haben die beste und teuerste Ausrüstung, stellen immer wieder was um um sie zu optimieren... und die gehen nie raus!"
Jepp, so einen in der Art kennen wir auch... ;-)
Deshalb freuen wir uns, wenn wir draußen "herumabenteuern" können, wo Andere nur mit einem Auto durchrauschen, weil es zu beschwerlich wird, sich zu bewegen.
Samstag, 4. April 2015
Unterwegs: Gildenhall / Huflattich
So, scheint ja zu klappen. Also, was ihr oben seht, ist unsere gestrige Tour über den Seedamm nach Gildenhall. Wenn ihr oben auf den grünen Button klickt, kommt ihr auf die komoot-Seite der Tour und wer es noch nicht mitbekommen hat: es ist eine - wie ICH finde - ganz tolle App fürs Smartphone und wer die installiert, hat quasi ein Navi für Wander- und Radtouren.
Wir waren rund 2 Stunden recht gemütlich unterwegs und haben das Wetter und oft auch die Aussicht genossen. Was ihr braucht ist auf jeden Fall festes Schuhwerk, denn insbesondere unten am Wasser wird es ziemlich matschig - dafür bekommt ihr tolle Ausblicke. Den hier zum Beispiel:
Was ihr euch auch auf jeden Fall anschauen solltet, ist das großen Wandbild an der Schule in Gildenhall, da kommt ihr dran vorbei.
Einer der Gründe für festes Schuhwerk:
Auf dem Seedamm haben wir dann noch Huflattich gesehen. Das sind kleine gelbe Blümchen. Die hier:
Ich habe Nick erklärt, das Huflattich zu den Heilkräutern gehört. Gut bei Husten und so. Nick so: "Aber nicht, wenn Hunde draufgepinkelt haben!". Ne, dann nicht. Zu Hause haben ich dann bei Wikipedia nachgeschaut und dort gelesen, das a) die Blütezeit von Huflattich bald schon wieder vorbei ist und b) erst nach der Blüte die großen, herz- oder eben hufabdruckförmigen Blätter kommen, die von der Unterseite ganz flauschig sind.
Deshalb, auch das haben wir dann gestern bei Wikipedia gelernt, werden sie auch "Wanderers Klopapier" genannt. Aaaahhhh... ja.
Samstag, 14. März 2015
Geschafft... danke komoot
So, ich könnte ob der Elefanten die mal wieder über mir durch die Wohnung trampeln eigentlich hier gleich schon wieder die Flucht ergreifen. Boah, Leute, wenn ihr euch eine Wohnung sucht wo die Wohnungen Holzfussboden haben, passt auf, wer über euch wohnt! Gäste bei mir wissen, wenn oben Randale ist, schwappt hier unten der Kaffee in der Tasse. Aber... ich soll mich nicht so anstellen und bis die Kinder aus dem Kleinkindalter raus sind, will man von mir nix mehr an Beschwerden hören. Das jüngste ist 6 Monate oder so. Da freut man sich doch ob der Aussichten, das diese Kinder noch jahrelang über einem die Sau rauslassen dürfen.
So, nun aber... ICH HABE ES GESCHAFFT!
Noch vor Sonntag Abend habe ich die anvisierten 200 km vom 15.2. bis 15.3. geschafft!
Wie ihr seht, sind die in 78 einzelnen Touren aufgeteilt - ich habe also eigentlich nix supersportliches gemacht und es gab auch nur ein oder zwei Tage, an denen ich wirklich insgesamt über 10 Kilometer am Tag gekommen bin.
Aber... ich freue mich trotzdem.
Wie schon mal geschrieben - es ist "nur" eine kostenlose Smartphone-App (d. h. man bekommt die Heimatregion umsonst, der Rest ist kostenpflichtig aber dennoch erschwinglich).
Kein Fitnessarmband, das mir zusätzlichen Stress (und ja, ich empfinde es als latenten Stress) macht mit Puls, Kalorienverbrauch etc. und das extra gekauft werden muss. Mein Smartphone habe ich ja sowieso und wenn ich ein bisschen auf meinen Körper höre, dann weiß ich, was mir gut tut und im Rahmen von "ist ok" liegt - und was mir nicht gut tut.
Ich bin vorgestern gefragt worden: "Na ja - und was BRINGT es dir, in dem Zeitraum 200 Kilometer zu laufen???" hm...
- es ist ein realistisches Ziel. Siehe die vielen kleinen Touren, die zusammen so eine große Zahl ergeben haben. Realistische Ziele finde ich viel motivierender als irgendwelche utopischen Sachen, bei denen man irgendwann aufgibt.
- es macht Spaß. Schaffe ich es? Wieviel schaffe ich? Und nach zwei Wochen war es dann eigentlich voll normal, das die Morgenrunde ein bisschen länger wurde oder auch "na ja, es nieselt. Gehen wir dennoch mal eben um den Block anstatt den Schulplatz nur rauf und runter!".
- die Ausdauer steigt - und eigentlich damit auch die Geschwindigkeit. Vor allem, wenn Farino nicht dabei ist. Man kann mit joggen anfangen - und vielleicht feststellen, das es eigentlich doof ist. Das man aus der Puste gerät, das Intervalltraining anstrengend ist, das es auf die Knie geht. Vielleicht jogge ich irgendwann wieder. Aber ich finde es mindestens genau so schön, einfach nur flott durch die Gegend zu laufen. Ohne das es mir auf die Knie geht, ohne aus der Puste zu kommen, ohne Seitenstiche (und ohne wabernde Oberweite, das kommt ja auch noch dazu ;-) )... und eigentlich noch viel mehr von der Gegend zu sehen. Als ich letzte Woche mit Joey alleine unterwegs war, haben wir etwas über 6 km in 1 1/4 Stunden geschafft. Mit viel Spaß - und ja, es wurde zwar irgendwann etwas anstrengend, aber da hatten wir schon 5 Kilometer hinter uns - und je öfters wir so flott unterwegs sind, desto weiter kommen wir ohne das es anstrengend wird.
- die Ernährung stellt sich nach und nach automatisch um. Auch wenn ich vor zwei Jahren mal ein paar Wochen Kalorien gezählt habe und aufgeschrieben habe, was ich alles getan habe und damit auch vom Frustspeck runtergekommen bin - ich möchte keine Kalorien mehr zählen und Abnehmen ist mir jetzt auch gar nicht so wichtig, weil ich mich mit meinem jetzigen Gewicht total wohl fühle. DAS ist wichtig! Aber ich merke, das ich einfach Hunger auf viel mehr Obst und Gemüse, auf Müsli und andere Sachen habe, die einfach lecker und ausgewogen sind. Und wenn ich zwischendurch mal tierisch Durst auf Cola bekomme, dann trinke ich auch mal eine Dose Cola. Weil ich weiß, das braucht mein Körper dann. Aber insgesamt hat der Konsum von Sachen mit Industriezucker eher abgenommen.
Jedenfalls freue ich mich über meine 200 Kilometer. Ich weiß, es gibt einen Haufen Leute, die laufen so etwas mit links und in kürzerer Zeit - aber genauso gibt es Leute, die so etwas nicht schaffen. Ich freue mich, das Farino bis auf vielleicht 10 Kilometer alles auch mitgelaufen ist - und wir irgendwann tatsächlich ein Problem mit ihm bekommen. Aber Nick und ich tüfteln schon an einer Mischung aus Rollpulka/Pilgerwagen/Kutsche, auf die ich ihn dann verladen könnte, wenn er nicht mehr kann. Das wäre nur fair ihm gegenüber - und würde mir und Joey die Freiheit geben, noch weitere Strecken zu laufen oder gar ein paar Tage auf Wanderschaft zu gehen.
Ich brauche im Moment jemanden, der mir bei der Metallverarbeitung (Alu) hilft und sagen kann, ob unsere Ideen funktionieren oder nicht. Falls also jemand Spaß am Tüfteln und ein Herz für einen herzkranken Hund hat... wir hätten da eine wie üblich etwas schräge Idee. Und nein, ich möchte keinen Hundeanhänger fürs Fahrrad umfunktionieren. Das haut von der Tiefe und vom Schwerpunkt her nicht hin.
Wie unsere alte Tierärztin mal zu mir sagte: "Du spannst auch alles an, was nicht bei drei auf einem Baum ist!" - damals hat sie ein Foto von unseren Meeries bekommen. Eines vor der LGB-Bahn und eines im Viehanhänger davon.
Jetzt bin ich dann wohl dran, mich bei einem tollen Hund erkenntlich zu zeigen und ihm weiterhin zu ermöglichen, auch längere Touren mit uns zu machen und für ihn eine Kutsche zu ziehen :-)
So, nun aber... ICH HABE ES GESCHAFFT!
Noch vor Sonntag Abend habe ich die anvisierten 200 km vom 15.2. bis 15.3. geschafft!
Wie ihr seht, sind die in 78 einzelnen Touren aufgeteilt - ich habe also eigentlich nix supersportliches gemacht und es gab auch nur ein oder zwei Tage, an denen ich wirklich insgesamt über 10 Kilometer am Tag gekommen bin.
Aber... ich freue mich trotzdem.
Wie schon mal geschrieben - es ist "nur" eine kostenlose Smartphone-App (d. h. man bekommt die Heimatregion umsonst, der Rest ist kostenpflichtig aber dennoch erschwinglich).
Kein Fitnessarmband, das mir zusätzlichen Stress (und ja, ich empfinde es als latenten Stress) macht mit Puls, Kalorienverbrauch etc. und das extra gekauft werden muss. Mein Smartphone habe ich ja sowieso und wenn ich ein bisschen auf meinen Körper höre, dann weiß ich, was mir gut tut und im Rahmen von "ist ok" liegt - und was mir nicht gut tut.
Ich bin vorgestern gefragt worden: "Na ja - und was BRINGT es dir, in dem Zeitraum 200 Kilometer zu laufen???" hm...
- es ist ein realistisches Ziel. Siehe die vielen kleinen Touren, die zusammen so eine große Zahl ergeben haben. Realistische Ziele finde ich viel motivierender als irgendwelche utopischen Sachen, bei denen man irgendwann aufgibt.
- es macht Spaß. Schaffe ich es? Wieviel schaffe ich? Und nach zwei Wochen war es dann eigentlich voll normal, das die Morgenrunde ein bisschen länger wurde oder auch "na ja, es nieselt. Gehen wir dennoch mal eben um den Block anstatt den Schulplatz nur rauf und runter!".
- die Ausdauer steigt - und eigentlich damit auch die Geschwindigkeit. Vor allem, wenn Farino nicht dabei ist. Man kann mit joggen anfangen - und vielleicht feststellen, das es eigentlich doof ist. Das man aus der Puste gerät, das Intervalltraining anstrengend ist, das es auf die Knie geht. Vielleicht jogge ich irgendwann wieder. Aber ich finde es mindestens genau so schön, einfach nur flott durch die Gegend zu laufen. Ohne das es mir auf die Knie geht, ohne aus der Puste zu kommen, ohne Seitenstiche (und ohne wabernde Oberweite, das kommt ja auch noch dazu ;-) )... und eigentlich noch viel mehr von der Gegend zu sehen. Als ich letzte Woche mit Joey alleine unterwegs war, haben wir etwas über 6 km in 1 1/4 Stunden geschafft. Mit viel Spaß - und ja, es wurde zwar irgendwann etwas anstrengend, aber da hatten wir schon 5 Kilometer hinter uns - und je öfters wir so flott unterwegs sind, desto weiter kommen wir ohne das es anstrengend wird.
- die Ernährung stellt sich nach und nach automatisch um. Auch wenn ich vor zwei Jahren mal ein paar Wochen Kalorien gezählt habe und aufgeschrieben habe, was ich alles getan habe und damit auch vom Frustspeck runtergekommen bin - ich möchte keine Kalorien mehr zählen und Abnehmen ist mir jetzt auch gar nicht so wichtig, weil ich mich mit meinem jetzigen Gewicht total wohl fühle. DAS ist wichtig! Aber ich merke, das ich einfach Hunger auf viel mehr Obst und Gemüse, auf Müsli und andere Sachen habe, die einfach lecker und ausgewogen sind. Und wenn ich zwischendurch mal tierisch Durst auf Cola bekomme, dann trinke ich auch mal eine Dose Cola. Weil ich weiß, das braucht mein Körper dann. Aber insgesamt hat der Konsum von Sachen mit Industriezucker eher abgenommen.
Jedenfalls freue ich mich über meine 200 Kilometer. Ich weiß, es gibt einen Haufen Leute, die laufen so etwas mit links und in kürzerer Zeit - aber genauso gibt es Leute, die so etwas nicht schaffen. Ich freue mich, das Farino bis auf vielleicht 10 Kilometer alles auch mitgelaufen ist - und wir irgendwann tatsächlich ein Problem mit ihm bekommen. Aber Nick und ich tüfteln schon an einer Mischung aus Rollpulka/Pilgerwagen/Kutsche, auf die ich ihn dann verladen könnte, wenn er nicht mehr kann. Das wäre nur fair ihm gegenüber - und würde mir und Joey die Freiheit geben, noch weitere Strecken zu laufen oder gar ein paar Tage auf Wanderschaft zu gehen.
Ich brauche im Moment jemanden, der mir bei der Metallverarbeitung (Alu) hilft und sagen kann, ob unsere Ideen funktionieren oder nicht. Falls also jemand Spaß am Tüfteln und ein Herz für einen herzkranken Hund hat... wir hätten da eine wie üblich etwas schräge Idee. Und nein, ich möchte keinen Hundeanhänger fürs Fahrrad umfunktionieren. Das haut von der Tiefe und vom Schwerpunkt her nicht hin.
Wie unsere alte Tierärztin mal zu mir sagte: "Du spannst auch alles an, was nicht bei drei auf einem Baum ist!" - damals hat sie ein Foto von unseren Meeries bekommen. Eines vor der LGB-Bahn und eines im Viehanhänger davon.
Jetzt bin ich dann wohl dran, mich bei einem tollen Hund erkenntlich zu zeigen und ihm weiterhin zu ermöglichen, auch längere Touren mit uns zu machen und für ihn eine Kutsche zu ziehen :-)
Donnerstag, 19. Februar 2015
Ein paar Impressionen von der Mescherunde
...von unserer Hunderunde an der Mesche. Dort sieht es derzeit so aus:
Das ist übrigens dann schon der Rückweg gewesen, der Hinweg war dann über einen gefluteten Wiesenweg. Na ja, besser gesagt im Zickzack über die Wiese immer auf der Suche nach einer Stelle, wo einem das Wasser nicht sofort in die Schuhe läuft, wenn man dort hintritt. Die Hunde hatten das Problem ja nicht so.
Im Internet kursiert gerade ein Video von einem Russen, der nackert in einen zugefrohrenen See stiefelt und sich einen Weg zu seinem Hund durchs Eis bahnt, der irgendwo auf dem See eingebrochen ist. Farino ist in ähnlicher Eisbrecher-Manier dann durch große Pfützen getobt und fand es total klasse. Joey ist ob der Hühner 50 Meter weiter und weil er total aufgeregt war, dort lieber erst einmal an der Leine geblieben.
Als er dann aber von der Leine durfte, hat er sich erst einmal wie ein Schnitzel gefreut...
...und sich paniert. Das eine Ohr sieht auf dem Bild zwar aus wie abgekaut, ist es aber nicht. Da muss irgendwie doch Dreck reinzubekommen sein!
Ist es nicht herrlich? Sonne, Modder, wälzen... supi! Das nennt sich Lebensqualität für Hunde.
Eindeutig an diesem glücklichen Hundegesicht zu erkennen. OK, ich gebe zu, als wir dann später zu Hause waren, war es nicht mehr so glücklich. Weil der Hund in die Wanne gestopft worden ist.
Einmal gucken, ob Farino vielleicht zwischendurch was zu fressen bekommen hat.
Nein. Aber ganz sauber ist der auch nicht geblieben.
Erinnert mich irgendwie an die Story mit meinem Bruder, der mit Farino mal unterwegs war. Als beide wiedergekommen sind, war Farino komplett schlammgrau. "Der hatte total viel Spaß!" wurde mir erzählt. Ja, den hatte mein Bruder danach auch, als ich ihn dazu verdonnert habe, den Hund zu waschen. Danach hat er sich den nie wieder ausgeliehen. Komisch... warum wohl????
Männer haben voll gerne viel Spaß mit Hunden, das hat sich nämlich in Wuppertal dann mit einem anderen Kerl wiederholt. Besonders, wenn die Hunde sich so richtig toll dreckig machen. Komischer Weise finden sie es dann weniger spaßig, wenn sie so einen - insbesondere wenn es ein größerer ist - Hund danach wieder waschen müssen. In der Wanne. Das gibt Rücken. Und eingesautes Badezimmer.
Wobei wir in der Großstadt neben einer Waschanlage gewohnt haben, wo die Leute irgendwann total irritiert geguckt haben, als ich gefragt habe, in welchem Programm einfach nur klares Wasser läuft. Vorwäsche. Allerdings war der Hund schwarz vor Dreck und mit Entengrütze garniert. In der Waschbox habe ich ihn dann zumindest in einen solch hellen Grauton bekommen, dass er durch den Hausflur ins Bad konnte. Dazu braucht man übrigens nicht mal den Hebel der Waschlanze drücken. Das Wasser, das so rausläuft, reicht völlig aus, alles andere würde den Hund nämlich ganz schön verletzten.
In den USA gibt es an manchen Waschanlagen auch extra eine Waschstation für Hunde mit normalem Wasserschlauch und in einer für den Menschen bequemen Höhe eine Wanne für den Hund. Das ist eine total gute Idee. In Italien treiben die es da ein bisschen krasser, da gibt es WaschMASCHINEN für Hunde. Während der Besitzer also im Straßencafe sitzt, wird so ein armer (kleiner) Hund in einer geschlossenen Box von einer Maschine einshamponiert, geduscht etc. - und es gibt kein Entrinnen.
zum Thema "den Weg suchen, auf dem am wenigsten Wasser in die Schuhe läuft". Normaler Weise geht der Weg gerade über die grüne Fläche und nicht so, als ob man angetrunken dort herumgetorkelt wäre.
Aber kurz zurück zur Mescherunde: Ich habe das Wegetracking von komoot laufen lassen. Super. Die Runde war dann etwas über 6 km lang. Montag habe ich mir als locker-flockig zu erreichendes Wochenziel "mindestens 18 Kilometer" gesetzt. Die waren dann gestern, mittwoch, mittags erreicht. Jetzt bin ich gespannt wieviel ich dann Sonntag zusammen habe :-D
Hier die ganze Runde im Überblick, ich habe es euch mal unter das Statistikkästchen gezogen. Also laut Höhenmessung bin ich 40 Meter rauf und 20 Meter runter gelaufen. Von dem "rauf-Wert" bitte ungefähr 8 Meter abziehen. Ich wohne in der 2. Etage :-)
Der grüne Balken ist die Geschwindigkeit. Wie man sieht, mal waren wir sehr langsam, mal etwas zügiger unterwegs. Etwa ab 1:23 ist ein Stillstand, da haben wir Anka und Eddy mit ihrem Frauchen getroffen. Das hat etwas länger gedauert.
Also, ich weiß ja nicht, welchen sonstigen Effekt die Fitnessarmbänder sonst noch so haben, außer das die Eigentümer eine Meldung auf Facebook los lassen können, das sie eine runtastische Aktion gestartet haben und sie einen Applaus übermittelt bekommen, wenn man "Gefällt mir" drückt. Weiß jemand, wieviel Applaus es nun gibt, wenn man immer zwischen "Gefällt mir", "Gefällt mir nicht mehr" und "Gefällt mir" abwechselt? So 2 Minuten lang? Ilka???
Aber wer ohnehin ein Smartphone hat und das mitnimmt, der kann eigentlich auch komoot nutzen. Da mag man vielleicht nicht den Herzschlag drauf haben, aber allein das setzen eines realistischen Wochenziels und die Aufzeichnung der Streckenlänge und auch der Geschwindigkeit finde ich eigentlich Anreiz genug. Denn wer dazu noch mit Herzfrequenz etc. bombardiert wird und klugen Essensanweisungen, der verliert ohnehin ganz schnell wieder die Lust, ein bisschen mehr für die Fitness zu machen.
Edit: Ups, gerade gesehen, auf den Bildern ist der ja noch an der Leine. Aber der durfte auch tatsächlich eine ganze Weile ohne Leine laufen um sich auszutoben...
Das ist übrigens dann schon der Rückweg gewesen, der Hinweg war dann über einen gefluteten Wiesenweg. Na ja, besser gesagt im Zickzack über die Wiese immer auf der Suche nach einer Stelle, wo einem das Wasser nicht sofort in die Schuhe läuft, wenn man dort hintritt. Die Hunde hatten das Problem ja nicht so.
Im Internet kursiert gerade ein Video von einem Russen, der nackert in einen zugefrohrenen See stiefelt und sich einen Weg zu seinem Hund durchs Eis bahnt, der irgendwo auf dem See eingebrochen ist. Farino ist in ähnlicher Eisbrecher-Manier dann durch große Pfützen getobt und fand es total klasse. Joey ist ob der Hühner 50 Meter weiter und weil er total aufgeregt war, dort lieber erst einmal an der Leine geblieben.
Als er dann aber von der Leine durfte, hat er sich erst einmal wie ein Schnitzel gefreut...
...und sich paniert. Das eine Ohr sieht auf dem Bild zwar aus wie abgekaut, ist es aber nicht. Da muss irgendwie doch Dreck reinzubekommen sein!
Ist es nicht herrlich? Sonne, Modder, wälzen... supi! Das nennt sich Lebensqualität für Hunde.
Eindeutig an diesem glücklichen Hundegesicht zu erkennen. OK, ich gebe zu, als wir dann später zu Hause waren, war es nicht mehr so glücklich. Weil der Hund in die Wanne gestopft worden ist.
Einmal gucken, ob Farino vielleicht zwischendurch was zu fressen bekommen hat.
Nein. Aber ganz sauber ist der auch nicht geblieben.
Erinnert mich irgendwie an die Story mit meinem Bruder, der mit Farino mal unterwegs war. Als beide wiedergekommen sind, war Farino komplett schlammgrau. "Der hatte total viel Spaß!" wurde mir erzählt. Ja, den hatte mein Bruder danach auch, als ich ihn dazu verdonnert habe, den Hund zu waschen. Danach hat er sich den nie wieder ausgeliehen. Komisch... warum wohl????
Männer haben voll gerne viel Spaß mit Hunden, das hat sich nämlich in Wuppertal dann mit einem anderen Kerl wiederholt. Besonders, wenn die Hunde sich so richtig toll dreckig machen. Komischer Weise finden sie es dann weniger spaßig, wenn sie so einen - insbesondere wenn es ein größerer ist - Hund danach wieder waschen müssen. In der Wanne. Das gibt Rücken. Und eingesautes Badezimmer.
Wobei wir in der Großstadt neben einer Waschanlage gewohnt haben, wo die Leute irgendwann total irritiert geguckt haben, als ich gefragt habe, in welchem Programm einfach nur klares Wasser läuft. Vorwäsche. Allerdings war der Hund schwarz vor Dreck und mit Entengrütze garniert. In der Waschbox habe ich ihn dann zumindest in einen solch hellen Grauton bekommen, dass er durch den Hausflur ins Bad konnte. Dazu braucht man übrigens nicht mal den Hebel der Waschlanze drücken. Das Wasser, das so rausläuft, reicht völlig aus, alles andere würde den Hund nämlich ganz schön verletzten.
In den USA gibt es an manchen Waschanlagen auch extra eine Waschstation für Hunde mit normalem Wasserschlauch und in einer für den Menschen bequemen Höhe eine Wanne für den Hund. Das ist eine total gute Idee. In Italien treiben die es da ein bisschen krasser, da gibt es WaschMASCHINEN für Hunde. Während der Besitzer also im Straßencafe sitzt, wird so ein armer (kleiner) Hund in einer geschlossenen Box von einer Maschine einshamponiert, geduscht etc. - und es gibt kein Entrinnen.
zum Thema "den Weg suchen, auf dem am wenigsten Wasser in die Schuhe läuft". Normaler Weise geht der Weg gerade über die grüne Fläche und nicht so, als ob man angetrunken dort herumgetorkelt wäre.
Aber kurz zurück zur Mescherunde: Ich habe das Wegetracking von komoot laufen lassen. Super. Die Runde war dann etwas über 6 km lang. Montag habe ich mir als locker-flockig zu erreichendes Wochenziel "mindestens 18 Kilometer" gesetzt. Die waren dann gestern, mittwoch, mittags erreicht. Jetzt bin ich gespannt wieviel ich dann Sonntag zusammen habe :-D
Hier die ganze Runde im Überblick, ich habe es euch mal unter das Statistikkästchen gezogen. Also laut Höhenmessung bin ich 40 Meter rauf und 20 Meter runter gelaufen. Von dem "rauf-Wert" bitte ungefähr 8 Meter abziehen. Ich wohne in der 2. Etage :-)
Der grüne Balken ist die Geschwindigkeit. Wie man sieht, mal waren wir sehr langsam, mal etwas zügiger unterwegs. Etwa ab 1:23 ist ein Stillstand, da haben wir Anka und Eddy mit ihrem Frauchen getroffen. Das hat etwas länger gedauert.
Also, ich weiß ja nicht, welchen sonstigen Effekt die Fitnessarmbänder sonst noch so haben, außer das die Eigentümer eine Meldung auf Facebook los lassen können, das sie eine runtastische Aktion gestartet haben und sie einen Applaus übermittelt bekommen, wenn man "Gefällt mir" drückt. Weiß jemand, wieviel Applaus es nun gibt, wenn man immer zwischen "Gefällt mir", "Gefällt mir nicht mehr" und "Gefällt mir" abwechselt? So 2 Minuten lang? Ilka???
Aber wer ohnehin ein Smartphone hat und das mitnimmt, der kann eigentlich auch komoot nutzen. Da mag man vielleicht nicht den Herzschlag drauf haben, aber allein das setzen eines realistischen Wochenziels und die Aufzeichnung der Streckenlänge und auch der Geschwindigkeit finde ich eigentlich Anreiz genug. Denn wer dazu noch mit Herzfrequenz etc. bombardiert wird und klugen Essensanweisungen, der verliert ohnehin ganz schnell wieder die Lust, ein bisschen mehr für die Fitness zu machen.
Edit: Ups, gerade gesehen, auf den Bildern ist der ja noch an der Leine. Aber der durfte auch tatsächlich eine ganze Weile ohne Leine laufen um sich auszutoben...
Dienstag, 17. Februar 2015
Technische Spielereien? Twitter, Geocaching und komoot
So, nun aber... endlich mal wieder.
Also erst war ja Joey verschwunden, hatte ich ja geschrieben. Dann kam der Bericht mit Pater Wichmann, der sich hier dann ganz interessant entwickelt (hat) und Juniors Geburtstag mit Feierei... und damit waren dann auch zwei Erkältungswochen eingeläutet.
Ich denke, das absolute Highlight des diesjährigen Geburtstags war der erste Gratulant überhaupt. Wenn der und sein Team mitbekommen hätten, was hier los war, die wären aus dem Schmunzeln nicht mehr herausgekommen. Chapeau – und vielen Dank ans Bundespräsidialamt, der Brief wird eingerahmt. Die Extra-Streicheleinheiten für Farino sind beim Hund auch angekommen. Irgendwann kommen wir euch dort besuchen, immerhin haben wir es ja auch ins Bundespressehaus mit Hund geschafft :-D – ach so, und nie wieder behaupten, man hätte von der NSA nix gewusst ;-P das wirkt spätestens jetzt etwas unglaubwürdig. :-D Wenn Sie übrigens den Hund mal selbst streicheln wollen... ist gar nicht so weit weg von Berlin und der ist auch für Leute mit Hundehaarallergie. Deshalb haben die Obama-Kids ja einen von Ted Kennedy bekommen.
So, was gibt es noch? Die Erkältung hat uns etwas umgehauen. Mittlerweile geht es, ich huste nur noch zwischendurch ein bisschen herum. Aber schon im Flur Schüttelfrost zu bekommen, bevor man überhaupt mit den Hunden draussen ist... nicht so prima. Dafür habe ich jetzt einen Twitter-Account. Twitter – come in and never find out. Also vor ein oder zwei Jahren hat sich mal ein Stadtverordneter dafür ausgesprochen, dass die Stadt einen Twitter-Account einrichtet. Das wäre so voll modern und würde die Jugendlichen ansprechen. Blöd nur, das unter #Neuruppin kaum etwas zu finden ist. OK, seit einer Woche ein bisschen mehr, aber Hauptakteuere sind die Nazis, ein Antifa-Mensch, ein Makler, Herr Steinecke... und ich. Ausnahme war die Museumseröffnung. Selbst Coca Cola mit #Weihnachtsfreude hat hier eher eine große Pleite eingefahren.
Also, Twitter ist ganz nett wenn man bettlägerig ist, allerdings nur sehr bedingt mit Erkältung und vor allem Husten kompatibel. Da habe ich ganz schön gelitten, weil jeder Lachflash automatisch in einer Hustenattacke endete, wo ich dachte, es zerreisst mir die Lunge. Und man kann wirklich seeeehr viele lustige Sachen dort finden.

Zum Thema "50 shades of grey" zum Beispiel das hier. Das passte irgendwie total wie Faust aufs Auge...
Dann hatte ich mir ja vor einigen Wochen das Buch „Fred & Otto in Brandenburg“ gekauft. Ein Berliner mit seinem Hund unterwegs in Brandenburg und daraus hat der ein Buch mit Hunderunden gemacht. So etwas finde ich immer ganz interessant, denn die ADFCler mit denen ich früher zu tun hatte, haben (ganz ohne GPS damals...) Radwanderbücher geschrieben, die sehr populär waren. Fred & Otto hat aber als einzige Tour hier in der Nähe die um den Kalksee bei Binenwalde, Brandenburg ist halt groß. Vorne in dem Buch wird auf komoot.de hingewiesen. Das ist eine Plattform mit einer Karte, auf der man Touren planen, machen etc. kann. Die Touren von Fred & Otto kann man z. B. Über die komoot-app auf sein Smartphone laden und so quasi mit einem Hand-Navi laufen und wer sich das Buch zulegt, bekommt einen Freischaltcode für eine große Offline-Karte, die er sich dann herunterladen kann.
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Ein Telefonat mit Thomas von Naviso.de, die GPS-Schulungen anbieten, hat mich dann bewogen, mich mit komoot näher zu beschäftigen. Und was soll ich sagen? Super! Habe ich bis letztens noch bedauert, dass das Projekt und damit ungefähr 200 Stunden Programmieren von „Megacaching“ eingestampft worden sind... ich hätte die Plattform ja gerne für Hunderunden genutzt – aber hey, komoot ist um Längen besser!
Wer Tupperdosen im Wald suchen will, ist auf den Cacheplattformen wie geocaching.com gut damit bedient und auch dafür gibt es schon lange eine App fürs Smartphone. Komoot ist letztlich die perfekte Ergänzung für alles, was die Strecke anbelangt. Wobei für mich ja keine Ergänzung, weil ich keinen Bock mehr auf die Reste von den Caches habe, die zweibeinige Wildschweine hinterlassen haben, die der lebende Beweis dafür sind, das bei manchen Leuten mit jedem Klick auf dem Smartphone oder so mindestens eine Gehirnzelle abstirbt. Wenn ich an den Cache hier auf dem Flugplatz denke, ist da noch ein bisschen mehr abgestorben, bei demjenigen, der die Äste oben im Baum entfernt hat, damit bloß keiner mehr an den Cache kommt. Aber, gerade gesehen, der ist auch schon aus der Liste raus.

geocaching.com, wenn man sich eingeloggt hat.
Das ist die größte Plattform für diejenigen, die "Tupperdosen" suchen, also als Hobby haben, Cachen zu gehen. Überall dort, wo auf der Karte eine Box zu sehen ist, oder ein Fragezeichen, gibt es etwas zu entdecken. Grüne Boxen bedeuten, es ist ein Behälter direkt vor Ort, in dem sich eine Liste befindet, auf der man sich eintragen kann (was quasie als Beweis gilt, das man den Behälter gefunden hat, wenn man sich online in die Finderliste einträgt). Gelbe Boxen bedeuten, es gibt eine kleine oder größere Schnitzeljagd, an deren Ende man eine Box findet. Fragezeichen bedeuten, man muss ein Rätsel lösen um an die Koordinaten zu kommen - und Smileys sind mal grüne Boxen gewesen, das sind die Caches, die ich hier mal gesucht und gefunden habe. Sind eigentlich drei, aber der Cache "Die eingemauerte Frau" ist nicht mehr existent. Also, im Prinzip macht es Spaß und gerade mit Kindern lernt man eine ganze Menge. Ihr glaubt gar nicht, was es alles für Geheimschriften gibt! Ein Freund auf Usedom hat dort viele Caches mit technischen Spielereien gelegt und so dafür gesorgt, das mehr Touristen angereist sind. Die wollten alle die tollen Caches machen. Das hat sich sogar so weit herumgesprochen, das er einmal im Jahr dann eine Aufwandsentschädigung bekommen hat, weil er sich so viel Mühe gegeben hat. Aber es gibt immer auch Leute, die so etwas schnell kaputt machen und dann verliert man einfach irgendwann die Lust daran.
Nun habe ich gestern und heute die Hunderunden absolviert und dabei das Wegetracking (also eine Wegeaufzeichnung) laufen lassen. Super. Braucht noch wer ein altes Etrex? Ich habe da eines über. Das eignet sich auch prima zur Selbstverteidigung, das ist so klobig und schwer, das kann man locker einem Wildschwein an den Kopf ballern.

So sieht die Tour dann auf der Seite von komoot.de aus. Denke ich jedenfalls. * kopfkratz * . Vielleicht sieht sie da aber auch so aus:

Das kann ich euch jetzt nicht einmal verbindlich sagen. Als ich das obere Bild nämlich gemacht habe, habe ich gesehen, das No-Script aktiviert war. Das habe ich dann für die Seite deaktiviert und danach sah die Tour halt aus wie auf dem unteren Bild. Nein, erst hatte ich noch eine komplette Seite mit Koordinaten :-D. Ich nehme mal an, das liegt am Betriebssystem, Linux stürzt zwar nicht so oft ab wie Windows, hat aber immer mal wieder irgendwelche Scherze auf Lager. Insiderwitze. Versteht nur das Betriebssystem. Ich nicht.
Ich bin jedenfalls echt begeistert von der App und habe dann heute die Mittagsrunde mal öffentlich gesetzt. Etwas über 4 Kilometer und mit ein paar Fotos. Nichts weltbewegendes, einfach um auszuprobieren, wie das eigentlich dann tatsächlich alles hinhaut. Wer auf komoot.de geht (und sich dort registriert), kann auf der großen Weltkarte dann oben „Neuruppin“ eingeben und rechts oben ist ein Feld „Highlights anzeigen“ - da kann man sich dann in der Region Sachen anzeigen lassen, die von anderen Leuten als „Highlight“ gekennzeichnet worden sind. Deshalb werdet ihr dort die normale Mittagsrunde mit „Highlight“-Labeln finden, denn ich habe noch nicht herausgefunden, ob Touren angezeigt werden, die solch ein Label nicht irgendwo haben.

So sieht die App in Gebrauch aus, wenn man einen Weg aufzeichnet. An dem Punkt der dort zu sehen ist, waren wir, als ich den Screenshot gemacht habe. Der Winkel mit dem Farbverlauf zeigt die Richtung an. Und, wo waren wir? Oben wird die durchschnittliche Geschwindigkeit angegeben, in diesem Fall 4 km pro Stunde, daneben die Zeit die man unterwegs ist (15 Minuten) und die Strecke (1,17 km) die man zurückgelegt hat.
Wie gesagt, alles noch am Anfang bei mir, aber ich denke, so ein paar tolle Hunderunden mit Wegeangaben und Fotos sind eine nette Sache. Wer kein Smartphone hat, kann sich die Tour über die Internetseite von komoot.de ausdrucken. Gewöhnungsbedürftig ist ein bisschen die Anleitung. Sie setzt überwiegend mehr Erfahrung voraus und ist zum Teil einfach – wie viele andere „Wie funktioniert es?“-Anleitungen für Apps ein bisschen betriebsblind gestaltet. Vielleicht habe ich genau deshalb am Ende einer Tour ständig Probleme damit, das auch wirklich STOP ist. Aber das sind Dinge, die sich im Laufe der Zeit hoffentlich dann auch irgendwann erledigen.
Was auch sehr nett ist: die Fotofunktion. Allerdings fehlt hier eigentlich auch eine bessere Erklärung. Je nach Wetter sehe ich auf dem Display nämlich kaum, was ich eigentlich fotografiert habe, weil es nun einmal spiegelt – und wer nicht sofort eine Beschreibung eingibt, steht dann erst einmal wie Ochs vor dem Berg und fängt an zu fluchen, weil es auf dem Smartphone nachträglich nämlich nicht geht. Jedenfalls nicht bei mir. Es gibt auf der App auch keine Erklärung dazu, nur Werbung für Touren weiter weg.
Auch wenn es sich jetzt zum Teil vielleicht negativ anhört: komoot ist eine wirklich tolle App und wie bei fast allen Dingen wird sie auch weiter entwickelt. Was die Entwickler vielleicht aus Betriebsblindheit nicht so mitbekommen – dafür sind nun einmal die Nutzer da, ein Feedback zu geben oder selbst Tipps zu geben, wie dort was nun funktioniert. Gibt es ja auch sehr oft, die gute Anleitung zur Action-Cam kommt schließlich auch nicht vom Hersteller, sondern von einem Nutzer. Tolle Touren erstellen ist bei komoot daher ein Zusammenspiel aus Smartphone & Outdoor sowie Arbeit am PC direkt auf der Seite. Ist ja nicht schlimm. Nur wäre es eben schön, wenn man das auch verständlich erklärt bekommen würde.
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