...mit der Hundecam.
Es war ja ein bisschen windig in den letzten Tagen und da ist Wald nicht so der Hit. Also haben wir uns eher freies Feld gesucht und das findet man im Mesche-Gebiet. Dieses findet man übrigens, wenn man den Klappgraben entlangwandert oder in dessen Nähe bleibt.
Aber erst einmal mussten wir dort ja hin. Joey hat das Kamerageschirr angezogen bekommen, die SJ4000 eine niegelnagelneue Speicherkarte und los. Vor dem Tempelgarten war Joey so freundlich, auf die Bank zu springen, damit ich die Kamera aktivieren konnte und bzzzzzzz... ging es los:
Ganz viele kleine blaue Blümchen wachsen am Hügel vom Amalthea-Tempel.
Ja, und hier haben die kleinen Jungs auch schon wieder ihre Hüllen fallen lassen und frieren nun nackig und natürlich sehr detailgetreu in der Gegend rum. Sacht mal nix, schon der alte Gentz stand auf kleine nackte Jungs. Sonst würden die hier ja nicht rumstehen.
Das die Steinmetze auch Klamotten meißeln konnten, sieht man ja an den Herrschern, die gut bekleidet sind. Nur die kleinen Jungs sind nackt und haben nicht mal eine Windel an, was sogar Jesus vergönnt war - und es gibt KEIN nacktes Mädchen. Tja, nun könnt ihr zwar sicherlich motzen was ich hier schreibe, aber auf der anderen Seite vielleicht auch mal drüber nachdenken...
Da geht es wieder raus. Links die kleine Brücke ist übrigens über dem Ende einer alten Kegelbahn, die um 1900/1920, genau weiß ich das jetzt gar nicht, von der Casinogesellschaft gebaut worden ist. Es gab kurz die Überlegung, diese Kegelbahn neu aufzubauen - aber sie hätte definitiv nicht lange gehalten. Da wären Kinder mit den Rädern oder mit Schlitten drübergekachelt. Longboarder drauf rumgefahren, es wären Steine draufgeworfen worden, Hunde hätten ihr Geschäft drauf gemacht und so weiter und so fort.
Es ist absolut toll, wie sehr der Tempelgarten genutzt wird und wie viele Menschen sich hier gerne aufhalten. Kein Ding. Aber für so eine intensive Nutzung muss man dann auch mitunter irgendwo Abstriche machen - und das ist z. B. dann so eine Kegelbahn neu zu bauen. Es gibt immer wieder irgendwelche Schäden (und irgendwo hingeworfenen Müll) im Tempelgarten und er wird fast jeden Tag gepflegt - aber man muss sie halt nicht provozieren.
Auf dem Wall gen Kreuzung Gerhard-Hauptmann-Straße. Auch wenn die Kamera jetzt nicht an einem längeren Arm festgemacht worden ist, sondern mit einer anderen Konstruktion etwas höher gesetzt wurde - auf dem Geschirr ist sie selten wirklich gerade gewesen.
Warten an der Ampel. Da drüben in dem gelben Haus ist unsere Tierärztin. Da waren wir vor ein paar Tagen erst, weil es Farino nicht gut ging. Der hatte irgendwie viel zu viel Luft im Bauch. Sehr doof. Danach haben die Hunde zwei Tage lang nur Fencheltee bekommen.
Blauer Himmel ahoi... und die Fotofarben werden... bunter. Hier geht es zum Fußgängerüberweg, wo Nick sich auch mit seinem riesigen Fahrrad durchschlängelt, wenn er zur Arbeit fährt. Whow. Links, grad nicht zu sehen, ist übrigens der Klappgraben, der im Abschnitt Friedrich-Engels-Straße gerade saniert wurde. Der fängt am Ende vom alten Flugplatz an.
Also hier... Joey KANN auch quer durchlaufen. Kein Ding.
Direkt hinter dem Bahnübergang geradeaus. Links der Klappgraben, der Weg auf dem wir laufen leider grad sehr matschig. Aber er führt hinten zur Umgehungsstraße.
Hier laufen wir ein Stück nach links, bis wir gegenüber von den Kleingärten am Fliederhain sind. Dann wechseln wir über die Straße und gehen durch die Kleingärten stadtauswärts. Wenn man links an den Garagen vorbeigeht, kommt man an einen Weg ohne Tor. Allerdings braucht man dafür festes Schuhwerk. Jedenfalls bei so einem Wetter.
Ihr kommt dann irgendwann auf einen Betonweg, auch hier wieder links halten bis zum Knick - eindeutig sichtbar an der Bauruine und dem vermüllten ehemaligen "VEB Verwertung tierischer Nebenprodukte" (so oder so ähnlich). Das ist eine der leider größten Anlaufstellen illegaler Müllentsorgungsarschlöcher in Neuruppin. Aber tröstet euch, es wird überwiegend besser!
Nämlich rechts in Richtung Feld. Da wurde es auch sehr windig. Egal.
Fast wie ein Acrylfarbengemälde... irgendwie unwirklich, diese Farben - aber original so von der Speicherkarte.
Manchmal musste Joey sich schütteln, das hat die Kamera dann so aufgenommen. Als er sich mit Kamera wälzen wollte, gab es allerdings Schimpfe. Und kein Bild davon.
Hier noch mal im Schatten zu sehen die etwas andere Konstruktion. Der Wolf im Schafspelz durfte ein bisschen frei laufen, weil er sich im Normalfall gut abrufen lässt. Allerdings riecht irgenwelcher Rehmuff so dermaßen gut, das man als Hund dann die Ohren auf Durchzug stellt - mit der Konsequenz, das man angeleint wird. Aber da es gen Wald und damit letztlich auch gen Rückzugsort von Wild ging hatte sich der Freilauf ohnehin erledigt.
So richtig tolle Joey-Bilder gab es danach auch nicht mehr, viel Boden, viel Blätter... der Weg geht letztlich bis ans Ende vom alten Flughafengelände, dort kann man sich rechts halten und nach etwa 200 Metern wieder rechts über das ehemalige Flughafengelände zurück. Einige Jogger nutzen diesen Weg gerne als einen großen Rundkurs, wenn ihr die Gegend selbst nicht kennt, guckt mal auf Google Maps.
Also im Endeffekt ist dort, wo die Bäume anfangen, der Klappgraben.
Was noch? Wenn ihr diesen Weg lauft, denkt daran, das Brut- und Setzzeit ist. Also insbesondere wenn es gen Gebüsch und Wald geht, den Hund anleinen. Ich habe sie vorne wo wirklich über 100 Meter rundherum nur Feld war, auf dem Rückweg beide noch mal austoben lassen. Aber da hatte auch kein Wildtier irgendwie eine Rückzugsmöglichkeit.
Mehr zu den Kranichen im nächsten Blogartikel!
Erst aus der Mark Brandenburg. Nun aus Markhausen im Markatal. Die Mark. Ein unverwüstliches Stück Heimat.
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Freitag, 3. April 2015
Freitag, 14. November 2014
Ein Tempel wie eine Buttercremetorte
Nun ist sie vorbei, die Präsentation des 9. Lichtworkshop des Studienganges Master of Arts in Architectural Lighting Design. Letztes Jahr haben wir uns das Spektakel ja zum ersten Mal angeschaut, da war die Präsentation im WK - und es war so toll, das ich mich letztes Jahr schon auf dieses Jahr gefreut habe.
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| Joey und Farino im Hoftor... |
Nun denn, seit 2006 gibt es diese Workshops die sich immer mit einem Stück der Neuruppiner Stadt befassen. Jedes Jahr sind dadurch über 20 Gäste aus ganz vielen unterschiedlichen Ländern bei uns für eine Woche zu Gast. Den internationalen Studiengang "Lichtgestaltung in der Architektur" findet man an der Hochschule in Wismar. Dieses Mal haben seit September 32 Studenten sich dem Thema "Museum Neuruppin - Licht für die Kunst" gewidmet und überlegt, wie man das Museum "ins rechte Licht" rücken könnte. Es ist ein Erstsemester-Workshop. Die haben kaum an der Hochschule angefangen, Lichtdesign zu studieren und dürfen gleich schon eine Präsentation ausarbeiten, die sich hunderte von Leuten in kurzer Zeit angucken! Das nennt sich Motivation. Wobei... ein Studium z. B. als Dipl.-Ing oder im Bereich Gestaltung haben schon alle hinter sich, jetzt spezialisieren sie sich auf Lichtdesign.
Hier vor Ort waren aber aus Platzgründen nur 21 Studenten, die sich in drei Gruppen aufgeteilt haben: Architektur, Stadtmauer/Tempel und Garten. Die Architekturgruppe hatte sich in Wismar schon überlegt, wie sie das Museum in Szene setzen könnte. Dabei gab es zwei Ideen, die sie sich überlegt hatten, eines war eine Beamerprojektion mit Motiven von MC Escher und das Andere waren bunt beleuchtete Fenster, ich komme jetzt nicht auf den Namen des Künstlers der tatsächlich Vorbild war, aber es waren Farbflächen ähnlich wie bei Piet Mondrian. Wie das aber mitunter so ist, wenn man dann vor Ort ist, stellt man fest: "eigentlich passt etwas Anderes besser!". Das war dann die Erkenntnis der Architekturgruppe nach einer Exkursion durch die Stadt.
Während das alte Museum straßenseitig einladend beleuchtet wurde und die Lichter zum Eingang geleitet haben, war es am modernen Anbau eine Beamer-Projektion in Grautönen von sich im Wind wiegenden Zweigen. Das sah toll aus und viele haben sich umgedreht und geschaut, wo denn der Baum steht. Auch Nick fand das sehr schön, hatte aber noch mehr Spaß an der Mauer, auf der in allen Sprachen der Studenten das Wort "Licht" projiziert wurde.
Die Gruppe "Stadtmauer / Tempel" hat sich viele Gedanken dazu gemacht, wie man die alte Stadtmauer so beleuchten könnte, das neu und alt harmonisch betont wird. Welche Lichtfarben nimmt man? Die Stadtmauer wurde dann sowohl mit Halogenstrahlern in den Bögen, als auch auf den Pfeilern zwischen den Bögen mit Fackeln beleuchtet (die allerdings im Wind etwas gelitten haben). Improvisation gehört für jede Gruppe dazu, hier mussten sie sich z. B. überlegen, wie sie die Fackeln an der Mauer befestigen können. Eine andere Aufgabe von ihnen war, den Tempel so zu beleuchten, das eine Verbindung vom Museum zum Tempelgarten geschaffen wird. Und ganz ehrlich: der Tempel ist unglaublich toll beleuchtet worden. Das sonst triste Weiß ist in ein helles, leicht glänzendes Cremeweiß verwandelt worden und ich habe richtig Hunger bekommen. Der Tempel sah aus wie eine Buttercremetorte. Für diese Tempelbeleuchtung gab es viel, viel Lob. Zu recht.
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| Buttercremetortentempel... Hunger! |
Die Gartengrupppe hat sich überlegt, welche Elemente aus dem Gartenbereich sie aufnimmt. Sie haben sich entschlossen, das Element der Steine aufzunehmen und spielerisch zu verarbeiten. Das ist ihnen mit 600 (!!!) Lichtbällen wunderbar gelungen. Ein großer Teil der Lichtbälle wurde erst schachbrettförmig auf dem Kies ausgelegt und dann durften die Besucher damit spielen. Sie wurden zu anderen Figuren gelegt, manche sind durch die Luft geworfen worden... und auf jeden Fall haben sie viel Spaß gemacht. Die anderen waren in den Beeten verteilt und sahen zum Teil wie kleine Osternester aus. Auch ganz wundervoll.
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| Osternester fast zur Weihnachtszeit... |
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| belle Bälle - wau! |
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| Playstation. Wie alles anfing, bevor es Computer gab |
Esta Ruppin hat mit Schmalzbroten, Kürbissuppe und Bratwurst aus Heilbrunn (der Hof dort gehört zur Stephanus-Stiftung) und heißen Getränken für das leibliche Wohl gesorgt, die Stadtwerke für ordentlich viel Strom und Verteiler - und ein herzliches Dankeschön geht von den Workshop-Teilnehmern auch an die Nachbarn vom Museum, die sehr kooperativ waren. Viele Räume vom Museum konnten auch besichtigt werden. Sehr spannend!
Nächstes Jahr gibt es dann den 10. Workshop...
Dienstag, 4. November 2014
Infant-terri(ble) im Tempelgarten
Heute habe ich bei schönstem Herbstwetter beschlossen, mit meinen Jungs einen Zug durch den Tempelgarten zu machen...
Die sollten einfach mal eine schöne Ecke der Stadt sehen. Und wie Männer manchmal so sind, haben die daraus gleich einen richtiges Bohei gemacht. Peter Trom hat gleich seine komische Vukuhela rausgeholt und uns den Marsch geblasen.
Der nackte Kollege vorne auf dem Sockel hat zur Begrüßung dann auch gewunken. Na ja, vielleicht habe ich das auch falsch interpretiert und er war dabei, sich die Ohren zuzuhalten.
Das die eigentlich alle etwas angeschlagen sind und nicht nur voll die dunklen Augenringe haben, hat man gar nicht gemerkt. Die sind wie aufgekratzt durch den Garten marschiert...
Den fanden sie echt interessant, auch wenn sie sich manchmal fast lang gelegt haben, weil noch nicht so viel gefegt worden ist.
Typisch übrigens Erich Fähn, der hat erst einmal die Fahne vom Balkon ein Stückchen weiter an der Präsidentenstraße geklaut bevor wir losgelaufen sind und sich die an einen Besenstiel gebunden.
Die versammelten Herrscher fanden sie auch gut. Peter hat versucht, dem links erst einmal den Marsch zu blasen. Hat nicht geklappt. Aber findet ihr nicht auch, das der aussieht wie der Igel Mecki???
Hier sind die fast schon wieder draussen. Kegeln wollten die nicht. Sie meinten, wenn sie mit Kugeln spielen möchten, würden sie ihre Gewehre abfeuern.
Wobei die Läufe der Gewehre so krumm sind, wer weiß, was die damit überhaupt treffen. Wenn die hier damit auf dem Martinimarkt an eine Schießbude gehen würden, hätten sie wahrscheinlich zum Einen den halben Stand abgeräumt und zum Anderen für eine ordentliche Belüftung der Rückwand gesorgt...
So, da sind die auch schon wieder draussen. Wenn ihr euch die Gewehre mal genauer anschaut, dann seht ihr, das die am Ende zum Teil ein Bajonett haben. So eine halbe Heugabel. Kann mir mal jemand verraten, warum das "Bajonett" heisst? Denn wenn schon, müsste es doch eigentlich "Bajonichtnett" heissen...
Selbstverständlich waren auch unsere vierbeinigen Jungs dabei und haben aufgepasst, dass mir nichts passiert und die Jungs nicht so zudringlich werden...
Die sollten einfach mal eine schöne Ecke der Stadt sehen. Und wie Männer manchmal so sind, haben die daraus gleich einen richtiges Bohei gemacht. Peter Trom hat gleich seine komische Vukuhela rausgeholt und uns den Marsch geblasen.
Der nackte Kollege vorne auf dem Sockel hat zur Begrüßung dann auch gewunken. Na ja, vielleicht habe ich das auch falsch interpretiert und er war dabei, sich die Ohren zuzuhalten.
Das die eigentlich alle etwas angeschlagen sind und nicht nur voll die dunklen Augenringe haben, hat man gar nicht gemerkt. Die sind wie aufgekratzt durch den Garten marschiert...
Den fanden sie echt interessant, auch wenn sie sich manchmal fast lang gelegt haben, weil noch nicht so viel gefegt worden ist.
Typisch übrigens Erich Fähn, der hat erst einmal die Fahne vom Balkon ein Stückchen weiter an der Präsidentenstraße geklaut bevor wir losgelaufen sind und sich die an einen Besenstiel gebunden.
Die versammelten Herrscher fanden sie auch gut. Peter hat versucht, dem links erst einmal den Marsch zu blasen. Hat nicht geklappt. Aber findet ihr nicht auch, das der aussieht wie der Igel Mecki???
Hier sind die fast schon wieder draussen. Kegeln wollten die nicht. Sie meinten, wenn sie mit Kugeln spielen möchten, würden sie ihre Gewehre abfeuern.
Wobei die Läufe der Gewehre so krumm sind, wer weiß, was die damit überhaupt treffen. Wenn die hier damit auf dem Martinimarkt an eine Schießbude gehen würden, hätten sie wahrscheinlich zum Einen den halben Stand abgeräumt und zum Anderen für eine ordentliche Belüftung der Rückwand gesorgt...
So, da sind die auch schon wieder draussen. Wenn ihr euch die Gewehre mal genauer anschaut, dann seht ihr, das die am Ende zum Teil ein Bajonett haben. So eine halbe Heugabel. Kann mir mal jemand verraten, warum das "Bajonett" heisst? Denn wenn schon, müsste es doch eigentlich "Bajonichtnett" heissen...
Selbstverständlich waren auch unsere vierbeinigen Jungs dabei und haben aufgepasst, dass mir nichts passiert und die Jungs nicht so zudringlich werden...
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